Kritik in Kürze

The Invincible Spirit im Freiburger Slow Club

Udo Andris

Von Udo Andris

Mo, 24. Oktober 2016

Rock & Pop


Wahre Fans scheuen eben keine Mühen und Entfernungen. So unternimmt tatsächlich ein Electro-Maniac aus der Hansestadt Rostock die Reise in den Breisgau, um in Freiburg "The Invincible Spirit" körpernah zu erfahren. Respekt und hoch die Tassen! Und The Invincible Spirit sind nun mal auch keine Unbekannten. Sänger, Texter und Keyboarder Thomas Lüdke gründete das Projekt bereits 1986, landete mit dem Titel "Push" in der "Schwarzen Szene" Deutschlands einen veritablen Hit. Und auch 30 Jahre später erweist sich die Fangemeinde als zuverlässig und groß. Im ausverkauften Slow Club bringt die aktuelle Besetzung dieser Unternehmung – neben Frontmann Lüdke (Gesang) noch Anja V. an Elektronik und Keyboards – ihren treibenden Electro-Wave unters begeisterte und tanzbereite Publikum. Eine mitreißende Electronica, die Stilmittel des Wave wie Düsternis, Nihilismus, pathosdurchdrungene Songs effizient verknüpft mit den vitalisierenden Sequenzen, den kompromisslos vorwärtsdrängenden Beats der EBM (Electronic Body Music); das weckt manchmal auch Erinnerungen an Helden dieses Genres wie Front 242 oder Nitzer Ebb. Thomas Lüdke "shoutet" unermüdlich seine Botschaften von der Bühne, Anja V. transportiert die Songs mit ernstem Anlitz und lückenloser Arbeit am elektronischen Equipment. Ein passioniertes Konzertereignis.