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18. Oktober 2012

SAGEN SIE MAL ...: "Nur einmal wie Liza Minnelli singen können"

BZ-FRAGEBOGEN, heute ausgefüllt von Uta Linß (48), Geschäftsführerin des Mütter- und Familienzentrums Klara.

  1. Uta Linß Foto: Thomas Kunz

STÜHLINGER (cfr). Als Uta Linß ihren ersten Sohn bekommen hatte, besuchte sie das Mütter- und Familienzentrum Klara im Stühlinger. Sie arbeitete ehrenamtlich mit, wurde Vorstand und vor sieben Jahren Geschäftsführerin des Zentrums. Die 48-Jährige ist im norddeutschen Plön aufgewachsen und kam zum Studium nach Freiburg. Sie hat als Diplomverwaltungswirtin im Regierungspräsidium und im Dorfhelferinnenwerk Sölden gearbeitet. Linß lebt mit ihrem Mann und zwei gemeinsamen Söhnen im Stühlinger.

Was ist die spannendste Erkenntnis aus Ihrer Arbeit beim Mütterzentrum?
Dass tatsächlich in jedem, der hier ankommt, etwas steckt, das er oder sie einbringen und anderen weitergeben kann.

Auf welches Projekt sind Sie zurzeit besonders stolz?
Auf alle natürlich. Wenn ich eins hervorheben muss: Unser "Babycafé mit Gästen" ist besonders erfolgreich, deshalb möchten wir dies bald zusätzlich als türkisch-arabisches Babycafé anbieten.

Sie waren kürzlich erst in der Türkei ...
... zum Austausch mit Mütterzentren in der Stadt Gaziantep. Beeindruckend, wie sich dort aus schüchternen Frauen, die sich kaum etwas trauen, engagierte, selbstbewusste Menschen entwickeln. Die Mütterzentren sind dort in den Armenvierteln, gegen die Probleme dort scheinen die unsrigen mitunter banal.

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Was wollten Sie als Kind werden?
Lehrerin, Schriftstellerin, Archäologin.

Ihr Lieblingsplatz in Freiburg?
Mein Sofa.

Ihr Lieblingslokal in Freiburg?
Das "JC" an der Klarastraße, dort trifft man sich nach der Arbeit.

Ihr Lieblingsfach in der Schule?
Mathe.

Worüber können Sie herzhaft lachen?
Situationskomik, schräge Sprüche und vor allem: möglichst oft.

Was machen Sie gerne in Ihrer Freizeit?
Mit meiner Familie und/oder meinen Freunden etwas unternehmen, wandern, Rad fahren.

Welches Buch hat Sie in jüngster Zeit am meisten beschäftigt?
"(M)ein bewegtes Leben" von Monika Jaeckel, Autobiografie der 2009 verstorbenen Frauenrechtlerin und Gründerin der Mütterzentrumsbewegung.

Wann waren Sie zuletzt in der Kirche?
Im August, leider bei einer Beerdigung.

Wann waren Sie zuletzt im Kino?
Anfang September in "Das Schwein von Gaza".

Welche Musik hören Sie gerne?
Im Auto Radio, mit meinen Kindern "Die Ärzte", allein Jazz und Klassik.
Ihre Lieblingsinternetseite?
http://www.muetterzentrum-klara.de

Wovor haben Sie Angst?
Dass meinen Kindern etwas zustößt.

Was mögen Sie an sich selbst?
Mein ungebrochenes "Das wird schon!" und meinen norddeutschen Humor.

Ihr größter Erfolg?
Meine beiden fabelhaften Söhne.

Sie bekommen eine Zeitreise geschenkt – wohin reisen Sie?
Ins alte Troja etwa 1200 vor Christus. Mich würde interessieren, wie es sich angefühlt hat, in dieser Kultur zu leben – natürlich wäre ich reich.
Mit wem würden Sie gern warum mal einen Tag lang tauschen?
Mit Liza Minnelli, um einmal so, wie nur sie es kann, "New York, New York" singen zu können.

Ihre Traum-Schlagzeile?
"Bedingungsloses Grundgehalt für alle."

Angenommen, Sie gewinnen bei Jauch eine Million. Was machen Sie damit?
Meine Zukunft absichern und gemeinsam mit Verbündeten in Räumlichkeiten für ein größeres nachbarschaftliches Familienzentrum investieren, ähnlich dem Eltern-Kind-Zentrum in Stuttgart.

Bitte vervollständigen Sie: Am Herd gelingt mir am besten ...
... Lasagne.

Wer es in meinem Job zu etwas bringen will, der ...
... braucht ein großes Netzwerk, eine tolerante Familie, gnadenlosen Optimismus, Offenheit, Ideen und Durchhaltevermögen.

Die Zeit vergesse ich, wenn ...
... ich arbeite, spiele, wandere.

Einmal im Leben will ich unbedingt ...
... die ägyptischen Pyramiden sehen.

Als Oberbürgermeister von Freiburg würde ich ...
... die einmalige Chance nutzen, beim Rathausneubau im Stühlinger ein beispielhaftes Stadtteilzentrum zu integrieren.

Autor: cfr