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17. September 2009
Jiaogulan und Minze bei Kerzenschein
Lichterfest in der Gärtnerei Friderich in Sasbach / Vorstellung des Kräuterkochbuchs von Christa Rinklin
Sie wirken oft unscheinbar und bescheiden, doch wer sie schmeckt oder riecht, kann ins Staunen geraten. Zu einem Abend im Zeichen duftender Kräuter mit Buchvorstellung laden die Gärtnerei Friderich und der Freiburger Lavori Verlag morgen, 18. September, ab 18 Uhr nach Sasbach an den Lehweg.
Kerzen und Fackeln werden einen Teil der Gewächshäuser erhellen, in denen Klaus Friderich und sein Team neben Zierpflanzen rund 400 Kräutersorten anbauen – vom japanischen Wasserpfeffer bis zu Jiaogulan, der Pflanze des ewigen Lebens.
Botanik und Kultur werden einander Würze geben. Wo könnten Christa Rinklin und Verleger Ernst Lavori ihr neues regionales Kräuterkochbuch "" wengili vu’ dem un’ sellem" besser vorstellen, als im Herzen einer Gärtnerei? Rinklin, die auch für die Badische Zeitung schreibt, erzählt darin von Kräuterfrauen, Blumenköchen und ihren Duftgärten in der Region. Passend dazu werden Kräuterfrauen Kurzvorträge, Vorführungen und Tipps geben. Die Preisverleihung zum Fotowettbewerb um den schönsten Kräuterbalkon (Einreichungen nicht mehr möglich!), Essen, Wein sowie Jazz der Just Friends runden das Ereignis ab. Das Kaiserstühler Kerzenatelier steuert handgearbeitete Windlichter bei und wird sich präsentieren.
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Ein von Kerzen gesäumter Weg führt die Besucher von der Lagerhalle, in der das Programm stattfindet, in den Kräutershop. In diesem Gewächshaus wächst Wohlbekanntes wie Minze und Brennessel, aber auch Ausgefallenes wie die Gummibärchenblume. "Sie riecht, als hätten Sie eine Tüte Haribo aufgemacht", erzählt Friderich. Selbst Zart- und Vollmilchschokolade sind als Duftnoten vertreten, nur sind die Schokoladenblumen schwierig zu ziehen. "Trotz Berechenbarkeit und Technik arbeitet man mit der Natur. Das ist reizvoll und deprimierend zugleich", findet Friderich, dem die Sammelleidenschaft für Kräuter durch seine Mutter bereits in die Wiege gelegt worden ist.
Autor: fmx
