Hohe-Flum-Sternritt mit Rekordbeteiligung

200 Rösser und Reiter oberhalb von Wiechs

Ralph Lacher

Von Ralph Lacher

Do, 02. November 2017 um 16:18 Uhr

Schopfheim

Der traditionelle "Sternritt" an Allerheiligen des Reitvereins (RV) Wiesental erfreute sich in diesem Jahr einer Rekordbeteiligung: Mehr als 200 Reiter waren mit dabei.

Der traditionelle "Sternritt" an Allerheiligen des Reitvereins (RV) Wiesental erfreute sich in diesem Jahr einer Rekordbeteiligung. Mehr als 200 Reiter(innen) aus der Region, dazu viele Nicht-Reiter, Spaziergänger, Walker und Wanderer kamen zum Reiter-Herbstfest rund um den Hohe-Flum-Turm.



Das gute Wetter war sicher mit ein Grund für die rege Teilnahme, ebenso der Umstand, dass der Anlass längst ein Stammpublikum hat. In diesem Jahr kam aber noch etwas anderes hinzu – wurde doch Jubiläum gefeiert. "Wir hatten explizit darauf hingewiesen, dass wir 2017 den 25. Sternritt feiern können. Das hat zusätzlich Freizeitreiterinnen und -reiter angezogen, mehr als wir erwartet hatten", sagte Vorsitzender Günter Basler. Aus diesem Anlass jedem Teilnehmer eine ansonsten für erfolgreiche Turnierreiter übliche "Siegerschlaufe" mit der Aufschrift "25. Sternritt RV Wiesental 2017" zu überreichen.

Wie Basler und seine Vorstandskollegin und Freizeitreit-Referentin Martina Hohnfeldt am Rand des Sternritts erzählten, hatte der RV-Vorstand um Dieter Kupka 1993 erstmals zum Sternritt nach Wiechs eingeladen. 80 Teilnehmer hatte man damals; stetig stiegen die Teilnehmerzahlen seitdem an, auch weil Freizeitreiten immer populärer wurde.

Bald kam auch die Variante Westernreiten hinzu und so kamen am Mittwoch nicht wenige der Gäste in Western-Outfit, mit Westernsätteln, Cowboyhut und manche sogar in Fransenjacke angeritten. "Das ist eine tolle Sache, dass der RV Wiesental alljährlich einen solchen Anlass für Freizeitreiter ermöglicht", sagte Eugen Simen vom Weitenauer Gütlehof, der einen Westernreitstall betreibt.

Er begleitete per Kutsche die Reitergruppe seines Sohnes Ingo vom Gütlehof nach Wiechs, was gute zwei Stunden dauerte. Deutlich länger brauchten da zwei Reiter aus Pfaffenberg mit über vier Stunden. Sie erhielten wie alle anderen auch eine "Jubiläumsschleife". Besonders erwähnt wurde die größte Gruppe mit zwölf Reitern vom "Verein Freizeitreiter Deutschland", Gruppe Wehratal, die von Dossenbach aus nach Wiechs geritten kam. Den insgesamt weitesten Weg zum Hohe-Flum-Turm hatten Monique Münch und Daniel Brandt, die 20 Kilometer zurück legten von Buus in der Schweiz.

Erfreut war man beim RV Wiesental, dass der jüngste Sternritt eine generationenübergreifende Sache wurde, viele junge Freizeitreiter(innen), aber auch solche aus dem "Mittelalter" und selbst solche im Großelternalter hinauf zum Turm kamen es sich, verköstigt vom RV Wiesental, gut gehen ließen mit herrlichem Blick hinunter ins Tal. Anerkennend-dankbare Worte fand der Vorsitzende auch an die Adresse der rund zwei Dutzend RV-Mitglieder, die bei der Bewirtung beim Sternritt im Einsatz waren.

Ein Video vom Sternritt finden Sie im Internet unter mehr.bz/sternritt-hohe-flum