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24. Juni 2014

Bergbau in Gersbach

In Gersbach wurden spätestens seit dem 17. Jahrhundert nach Silber und anderen Erzen gegraben. Eine Eisenschmelze befand sich zunächst unweit der heutigen Talstation des Skiliftes. 1682 wurde die Schmelze nach einem Schaden – vermutet wird Sabotage – nach Hausen verlegt. Am Fuß des Fuchsbühls gibt es ebenfalls Spuren einer Schmelze. 1794 wird in einem Bericht eine seit 1788 bestehende Grube südlich von Gersbach erwähnt, "ein alter Stollen, welcher die alte Goldgrube genennet wird." Allerdings wurde wohl nicht nach Gold gesucht – mit "Goldgrube" dürfte Pyrit gemeint sein, das metallisch-golden glänzt. Um die Grube auszubeuten, wurde 1800 das Vitriolwerk errichtet, das bis 1829 betrieben wurde. Kupfererze wurden noch bis 1831 abgebaut. Danach ruhte der Bergbau, von einzelnen Erzerkundungen abgesehen, die aber alle wenig erfolgreich waren. Eine Episode ist aber noch interessant: In den 1880er Jahren wurde eine alte Grube am Fuchsbühl von Bürgern aus Zell geöffnet. Sie fanden Löcher vor, die teilweise "so weit und hoch waren, dass man ein Häuschen hineinstellen könnte..."

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Autor: hö