02. Mai 2009
Das unsichtbare Risiko
SCHOPFHEIM (bry). Gut hundert Interessierte harrten bis gegen Mitternacht aus, um sich in Schopfheim über die Risiken von Funkstrahlen informieren zu lassen. An der vom Meta-Institut-Walter und der Arbeitsgruppe Funkfreies DSL organisierten Veranstaltung sprachen der Umweltmediziner Dr. Joachim Mutter und der Funktechniker Ulrich Weiner, der selbst seit Jahren an Elektrosensibilität leidet, über die gesundheitlichen Risiken von Funkstrahlen.

- Kleines Gerät, großes Risiko? Die Referenten der Podiumsdiskussion warnten vor der Gefahr, die von Funkstrahlen ausgehen. | Foto: ddp
Mit Ulrich Weiner kam dann ein Referent zu Wort, der selbst massiv unter Elektrosensibilität leidet, wie er in seinem Vortrag schilderte. Von Kindesbeinen an begeisterter Funkamateur und später als Funktechniker mit eigenem Unternehmen in dieser Branche tätig, erlebte er vor sieben Jahren einen kompletten physischen Zusammenbruch und kann seit dieser Zeit seinen Beruf nicht mehr ausüben.
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Da die Funkstrahlen überall um uns herum sind, muss Ulrich Weiner, wie er mit Fotografien und Filmbeiträgen dokumentierte, in einem abgeschirmten Wohnwagen in einem Funkloch im Schwarzwald leben.
Mit einer Fülle von Detailinformationen warnte Ulrich Weiner nachdrücklich vor den Gefahren von Funkstrahlen, zeigte aber auch, wie die Menschen vorbeugen können. Strahlungen durch Schnurlos-Telefone oder durch W-LAN-Router können verhindert werden, indem man die Telefone abschafft oder die W-LAN-Router abschaltet, wenn sie nicht gebraucht werden.
Das größte Gefahrenpotential sieht auch Ulrich Weiner in den Handys. Da 60 Prozent der Handy-Kunden Kinder und Jugendliche sind, schlummern hier Risiken, die nach Ulrich Weiner nicht abzuschätzen sind. Auf Wunsch der Veranstalter ging Ulrich Weiner auf die Frage der Funk-DSL-Versorgung im Kleinen Wiesental ein. Die dort eingesetzte Lösung sei veraltet und mit deutlichen Risiken behaftet. Als Alternative nannte er eine Lösung mit Glasfaserverkabelung: "Eine solche Lösung ist leistungsfähig, sicher und bewahrt die Menschen und die Landschaft vor Schäden."
Autor: bry




