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15. Juli 2017

Der jüngste Spross der Kita-Landschaft gedeiht

Die neue Schutzhütte für die zweite Waldkindergartengruppe wurde jetzt auch offiziell eingeweiht / Alle 20 Plätze der Gruppe sind bereits belegt.

  1. Zuwachs: Am Freitagvormittag wurde die Schutzhütte des Waldkindergartens Schopfheim, die seit Frühjahr der zweiten Gruppe Obdach gewährt, nun auch offiziell eingeweiht. Foto: Katharina Maß

  2. Blick ins Innere: hell, freundlich und gemütlich ist’s da drinnen. Foto: Katharina Maß

  3. Christof Nitz überreicht Yvonne Sommer den essbaren Schlüssel. Foto: Katharina Maß

  4. Groß und Klein feierten gemeinsam. Foto: Katharina Maß

SCHOPFHEIM. Seit Frühjahr wird die neue zweite Schutzhütte des Waldkindergartens Schopfheim – eigens gebaut für die neu eingerichtete zweite Gruppe – zwar schon genutzt. Jetzt am Freitag aber wurde sie auch offiziell eingeweiht. Hierfür hatten sich Vertreter der Stadt um Bürgermeister Christof Nitz sowie Kinder, Eltern und die Erzieherinnen um Leiterin Yvonne Sommer an der Hütte versammelt, um gemeinsam zu feiern.

"Wir haben momentan in unserer Stadt Gott sei Dank viele Kinder. Die brauchen natürlich auch ein gutes Bildungsangebot", leitete Bürgermeister Christof Nitz die Eröffnung ein. Er blickte in seiner Rede unter anderem zurück auf die behördlichen Hürden, die beim Bau überwunden werden mussten, und dankte Waldkindergartenleiterin Yvonne Sommer für ihre Mitarbeit. Ein weiterer Dank ging an Architekt Roman Bockemühl, der ebenfalls vor Ort war: "Ich hoffe, dass es allen gefällt", sagte der Architekt.

Nitz zeigte sich begeistert vom Angebot des Waldkindergartens: "Meiner Meinung nach sind die Kinder, die in den Waldkindergarten gehen, die gesündesten und zufriedensten und auch die Eltern sind sehr tolerant, wenn ihr Kind mal schmutzig nach Hause kommt."

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Alles in allem belaufen sich die Kosten für die neue Schutzhütte der zweiten Waldkindergartengruppe, bei der derzeit bereits alle 20 Plätze belegt sind, auf etwas über 100 000 Euro.

Dafür wurde einiges umgesetzt. Die Holzhütte, die den Kindern etwa zum Aufwärmen im Winter dient, ist um die 40 Quadratmeter groß und durch große Fenster lichtdurchflutet. Es gibt einen Ofen, Schränke und Regale im sonnigen gelb und mit bunten Kisten sowie eine Sitzecke. Die Terrasse, die direkt an die Schutzhütte anschließt, ist von dem Trapezdach aus Wellblech mitüberdacht und umfasst weitere 40 Quadratmeter. Zudem können die Fensterfronten mit vorziehbaren Holzläden schützend verriegelt werden, wenn niemand an der Hütte ist. Auf der Rückwand des kleinen Hauses dokumentieren große Plakate den Alltag der Sprösslinge mit ihren Erzieherinnen sowie den Bau der Hütte. Brauchen die Kleinen ein stilles Örtchen, können sie das separate Toilettenhäuschen mit dem kleinen Herz in der Wand nutzen. Dieses ist mit mobilen Kanistern ausgestattet, so dass nichts in den Wald abgeleitet wird.

Auch Fachbereichsleiter Jürgen Sänger von der Stadtverwaltung, die Stadträte Heidi Malnati (CDU), Hildegard Pfeifer-Zäh (Freie Wähler) und Karlheinz Markstahler (Freie Wähler) zeigten sich bei der Besichtigung der Schutzhütte begeistert. Feierlich überreichte der Bürgermeister Yvonne Sommer einen symbolischen und essbaren Schlüssel.

Während die Erwachsenen sich noch miteinander unterhielten, ging der Nachwuchs neben dem Essen noch weiteren eigenen Projekten von höchster Wichtigkeit nach: So kochten die Jüngsten fantasiereich, wuschen ab und auf eigenen kleinen Baustellen herrschte Hochbetrieb.

Autor: Katharina Maß