Positive Bilanz der Schulsozialarbeit

Marlies Jung-Knoblich

Von Marlies Jung-Knoblich

Fr, 22. Juni 2018

Schopfheim

Betreuung an der Max-Metzger-Schule im Ausschuss vorgestellt.

SCHOPFHEIM (mj). Seit dem Schuljahr 2015/2016 wird die Nachmittagsbetreuung des Ganztagsschulbetriebs an der Dr.-Max-Metzger-Schule vom Diakonischen Werk Lörrach übernommen. Gemeinsam mit dem Studenten und Praktikanten Patrick Maier erläuterte Volker Hentschel vom Diakonischen Werk die Aktivitäten. Die Kinder haben die Möglichkeit, sich in Arbeitsgemeinschaften einzubringen oder frei zu spielen.

Das Freispielangebot sei Teil des Konzeptes, denn das Kind müsse Kind sein dürfen, um seine Persönlichkeit zu entwickeln. Für die jeweilige Klassenstufe gebe es feste Betreuer, sagte Patrick Maier. Sie seien das Bindeglied zu den jeweiligen Klassenlehrern und zur Nachmittagsbetreuung. Rund 110 Kinder aus den Klassen 1 bis 4 seien im Ganztagsbetrieb. Nicht zuletzt der Mittagstisch sei eine Herausforderung, meinte Volker Hentschel. Mit den Arbeitsgruppen soll der Lebensalltag an die Schule gebracht werden. So gebe es auch kostenpflichtige AGs. "Wer eine Ganztagsschule will, muss such Geld reinstecken", erklärte Volker Hentschel.

Mit einer 50-Prozentstelle ist Tanja Hübschmann-Randebrock Schulsozialarbeiterin an der Max-Metzger-Schule. Feste Gruppenarbeit und Projekte seien ihre Schwerpunkte. Im ersten Halbjahr habe sie versucht, feste Zeiten am Vormittag einzurichten, um dann aber festzustellen, dass die Kinder auch nachmittags Gesprächsbedarf haben. Jetzt probiere sie es mit einem Frühdienst an zwei Tagen und einem Spätdienst an zwei Tagen. In diesem Schuljahr sei das Thema Prävention ein Schwerpunkt, mit einer Gruppe gehe es um Schulhofgestaltung und Belebung. Außerdem habe es einen Informations- und Aufklärungsabend zum Thema Mediennutzung gegeben.

Erweiterung der Sozialarbeit sinnvoll

Ernes Barnet (Grüne) könnte sich durchaus vorstellen, in der Grundschule noch mehr Schulsozialarbeit anzusetzen. Erfahrungsgemäß fangen Kinder, so Barnet, erst nach der Grundschule an, schwierig zu werden, so dass diesbezüglich Schwerpunkte gesetzt werden könnten. "Schulsozialarbeit gab’s früher nicht, so dass es keine Erfahrungswerte gibt", warf Sitzungsleiter Thomas Gsell in die Runde. Tanja Hübschmann-Randebrock gab zu bedenken, dass sie knapp 250 Kinder fokussieren müsse, also nicht alles machen könne. Eine Erweiterung der Schulsozialarbeit würde sie als sinnvoll erachten. Kai Horschig (Unabhängige) erkundigte sich nach dem ersten Elterntreffen – "wie war es?", wollte er wissen. Sie sei nicht überrannt worden, bekannte die Schulsozialarbeiterin, es hätten sich aber interessante Gespräche auch unter den Eltern ergeben, die sich sonst nicht sehen.