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24. Januar 2011

Protestmarsch gegen Tierfabriken

BUND-Ortsgruppe Schopfheim organisierte parallel zur "Grünen Woche" in Berlin eine Aktion.

  1. Die BUND-Ortsgruppe Schopfheim und Gleichgesinnte forderten in Schopfheim eine artgerechte Haltung für Tiere und sprachen sich gegen Gentechnik aus. Foto: Silke Hartenstein

SCHOPFHEIM (sil). Unter dem Motto "Wir haben es satt: Nein zu Gentechnik, Tierfabriken und Dumping-Exporten" forderten am Samstag weit über 10 000 Demonstranten in Berlin im Rahmen der Landwirtschaftsmesse "Grüne Woche" eine neue Agrarpolitik. Auch auf dem Schopfheimer Marktplatz wandten sich an diesem Tag Vertreter des BUND und der Naturfreunde gegen die fortschreitende Industrialisierung der Landwirtschaft. Sie forderten gentechnikfreie, gesunde und fair produzierte Lebensmittel und eine bäuerlich ökologische Landwirtschaft, bei der auch kleine Betriebe eine Zukunft haben. Bei vielen Marktbesuchern stießen sie auf offene Ohren. Trotz eisiger Temperaturen nahmen sich die Menschen Zeit für Gespräche mit den Umweltaktivisten – zumal sich der Wochenmarkt mit seinen vielen Direktvermarktern heimischer Lebensmittel gut eignete als Standort für Kundgebung und Information. Im Vorfeld der Landtagswahl im März wurden auch Protestpostkarten gegen Gentechnik in Baden-Württembergs Landwirtschaft unter die Leute gebracht. Wie Klaus Böttger, Vorsitzender der BUND Gruppe Schopfheim fest stellte, habe man eine Aktion vor Ort sinnvoller gefunden als die weite Fahrt zur Demo in Berlin. Die Markgrafenstadt war dennoch in Berlin repräsentiert: Der Apfelsaft, der bei der "Grünen Woche" am Stand des BUND Berlin ausgeschenkt wird, stammt von hiesigen Streuobstwiesen.

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Autor: sil