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02. Dezember 2013

Waldwegebau kommt voran

Privatwaldbetriebsgemeinschaft Gersbach diskutiert aktuelle Themen wie die Flurneuordnung.

  1. Die Nachfrage nach Nadelholz ist nach wie vor groß, hieß es bei der Hauptversammlung der Privatwaldbetriebsgemeinschaft Gersbach. Foto: Sutter

GERSBACH. Informatives und Zukunftsweisendes war anlässlich der Hauptversammlung der Privatwaldbetriebsgemeinschaft Gersbach zu hören. So ging es unter anderem um das geplante Biosphärengebiet sowie die laufende Flurneuordnung.

Beide Themen hatten den Vorstand das Jahr über beschäftigt, wie Vorsitzender Rolf-Dieter Schmidt berichtete. Im März und Juni hatte es Informationsveranstaltungen zum Biosphärengebiet gegeben (wir berichteten). Positiv wurde zur Kenntnis genommen, dass die Kernzone gegenüber der ersten Vorstellung erheblich geschrumpft ist. Aber nach wie vor seien Privatwaldflächen in der Kernzone. Schmidt setzt hier auf die geplante Arbeitsgruppe. Für den reibungslosen Wegebau im Wald, der im Rahmen der Flurneuordnung stattfand, wurde den Revierleitern Siggi Locher und Jörg Gempp gedankt. Beim vierten Bauabschnitt sind größtenteils Wälder östlich und nördlich von Gersbach betroffen. Der kürzlich stattgefundene Motorsägen-Lehrgang war nach wenigen Tagen ausgebucht. Selbst eingefleischte Holzhauer seien von der Notwendigkeit von Sicherheitsregeln und Verwendung von Schutzkleidung und -ausrüstung überzeugt worden, so Schmidt.

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Das Vereinsvermögen sank laut Bericht des Rechners Ewald Sutter um rund 200 Euro. Der Geschäftsführer der Forstbetriebsgemeinschaft Kleines Wiesental Michael Meyer-Heisig berichtete vom Ankauf von rund 61 000 Kubikmetern Holz, das zu 59 Prozent von den Gemeinden und 41 Prozent von Privatwaldbesitzern bezogen wurde. Der Nadelholzmarkt sei befriedigend. Die Nachfrage würde das Angebot übersteigen. Udo Flöthmann, einer der großen Holzabnehmer der FBG, referierte über die Nachhaltigkeit der Forstwirtschaft und stellte seinen Betrieb vor. Forstbezirksleiter Forstbezirksleiter Marco Sellenmerten führte aus, dass die Förderrichtlinien zur nachhaltigen Waldwirtschaft für die Jahre 2014 bis 2020 überarbeitet werden. Es seien aber nur geringe Änderungen bei den Förderrichtlinien zu erwarten. Für Waldkalkungen seien zwei Jahre Vorplanung nötig. Dies bedeutet, dass hier mit Aktionen nicht vor 2015 zu rechnen sei. Revierleiter Jörg Gempp berichtete unter anderem vom Stand der Wegeunterhaltung. Die Wege seien dank des Wegewartes Max Schmidt gut im Schuss. Wichtig sei das Pflegen nach Holzmacherarbeiten. Waldbesitzer, die ihr Holz über die Forstbetriebsgemeinschaft verkaufen, unterstützen freiwillig auch den Wegeunterhalt.

Vorgeschlagen wurde in der Versammlung, Geräte zur gemeinsamen Nutzung anzuschaffen. Auch soll im Rahmen der Flurneuordnung über Gemeinschaftswälder (eine Art Genossenschaft) nachgedacht werden, die dann zum Beispiel durch die FBG bewirtschaftet werden. Dies wäre besonders für auswärtige Waldbesitzer interessant.

Ralf Ühlin, Vorsitzender der Teilnehmergemeinschaft Flurneuordnung, betonte, dass 2014/2015 der Waldwegebau im östlichen Gemarkungsgebiet in die Gänge komme soll. Eine Holzeinschlagssperre ist ab 2015 geplant. Wilfried Geiger dankte Rolf-Dieter Schmidt für die Arbeit als Vorsitzender. Die nächste Versammlung ist am 7. November 2014.

Autor: Gerd Sutter