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20. März 2017 14:41 Uhr

Zisch-Schreibwettbewerb Frühjahr 2017 I

Amadeus, Galileo oder Leonardo

Amelie Vollmuth, Klasse 4a, Clara-Grunwald-Schule, Freiburg

B. Zetti ist in der Bibliothek auf der Suche nach spannendem Lesestoff. Plötzlich sieht er ein dickes, altes Buch mit goldenen Schnallen. Er öffnet es, kann gerade noch "Unglaublich!" rufen – und schon ist er mittendrin im Abenteuer.

Kaum hatte B. Zetti seine Augen wieder geöffnet, strahlten ihm helle Sonnenstrahlen ins Gesicht und eine warme Brise Wind kam ihm entgegen. Er war nicht mehr in der Bibliothek, denn um ihn herum standen keine Regale voller Bücher, er hatte nur das alte Buch mit den goldenen Schnallen in der Hand. Es ist aufgeschlagen und in goldener Schrift steht: LEONARDO DA VINCI 1452—1519.

Als B. Zetti das alte Buch wieder geschlossen hatte, überlegte er. Er starrte in die Luft, aber was war da neben B. Zetti? Es war die Ponte Vecchio. Jetzt kapierte B. Zetti. Er war in Florenz, und er sollte Leonardo da Vinci suchen. Aber zuerst musste er etwas essen. Er steckte das Buch in seine Tasche und marschierte los. Alles sah so anders aus. Es war viel stiller, aber doch viel ärmer, wie er es kannte. Da war ein Bäcker. Jetzt fiel es B. Zetti ein. Im 15. Jahrhundert gab es noch gar keinen Euro. Er musste wohl noch etwas warten, also marschierte B. Zetti los. Er sah viele Sehenswürdigkeiten wie die Santa Maria. Endlich sah er auch viele Häuser.

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Nach einer knappen halben Stunde hatte B. Zetti das richtige Haus gefunden. Das Haus von dem berühmten Erfinder und Maler Leonardo da Vinci. Mit einem Finger drückte B. Zetti die Klingel hinunter. Nach ein paar Minuten öffnete ein witzig aussehender Mann mit grauem Haar die Tür und fragte: "Wie kann ich dir helfen? Mein Name ist Leonardo da Vinci, und wer sind Sie?" "Ah, hallo, ich bin B. Zetti, und ich würde sie darum bitten, mich ein paar Nächte aufzunehmen, denn ich komme aus der Zukunft", antwortete B. Zetti. Leonardo da Vinci sagte zu B. Zetti: "Beweise mir, dass du aus der Zukunft kommst." B. Zetti sprach darauf: "Nichts leichter als das."

B. Zetti holte das alte Buch mit der goldenen Schnalle heraus und wollte es Leonardo da Vinci gerade zeigen, als der sagte: "So ein Buch gibt es nur in der Zukunft, so toll geschrieben und umhüllt", und er bat B. Zetti herein. Am nächsten Morgen erzählte B. Zetti Leonardo da Vinci die ganze Geschichte.

In den nächsten Tagen hatten B. Zetti und Leonardo sich angefreundet und hatten angefangen, eine echte Zeitmaschine zu bauen. Als eines Abends B. Zetti so arges Heimweh hatte, sagte Leonardo da Vinci: "B. Zetti, wenn du so arges Heimweh hast, nehme unsere Zeitmaschine und reise heim."

Am nächsten Morgen verabschiedete sich B. Zetti schweren Herzens von Leonardo und stellte das Jahr 2017 ein und reiste los. Irgendetwas lief falsch, denn B. Zetti landete ein paar Jahrhunderte später in Florenz in Galileo Galileis Haus. B. Zetti begegnete ihm gleich in der nächsten Minute und erklärte ihm alles. Auch diese beiden freundeten sich an. Am Abend erzählte B. Zetti Galileo alles, und der hatte eine Idee. B. Zetti und Galileo bauten die Zeitmaschine ein wenig besser, und am nächsten Morgen musste B. Zetti schon wieder abreisen. Beide stellten 2017 ein, und B. Zetti flog los. Das Buch schlug wieder auf und darauf stand in goldener Schrift: DU WARST BEI GALILEO GALILEI NUN WIRST DU NOCH EINE ZEITREISE ERLEBEN. Neben der Schrift war ein goldenes Zeichen zu sehen. Und darunter stand Mister Y.

B. Zetti war verwirrt, doch er musste jetzt noch eine Zeitreise überleben. Natürlich lief nicht alles glatt. B. Zetti landete auch dieses Mal ein paar Jahrhunderte später in einem Saal bei Wolfgang Amadeus Mozart. B. Zetti erklärte auch Mozart alles. Mozart verstand, und B. Zetti durfte mit auf jedes Konzert. Sie ließen die Zeitmaschine neu machen. Eines Abends hatte B. Zetti so furchtbares Heimweh, dass Mozart sagte: "B. Zetti reise heim, nur dort bis du glücklich." Das ließ B. Zetti sich nicht zweimal sagen rasch stieg er in die Zeitmaschine und stellte 2017 ein. Wieder schlug das Buch auf. Dort stand in goldener Schrift: B. ZETTI DU HAST DEINE AUFGABE ERFÜLLT. SCHLIESSE DAS BUCH UND SPRICH AMADEUS GALILEO ODER LEONARDO. GANZ EGAL NACH HAUSE DAS SOLLS SEIN. ICH DANKE DIR. DEIN ... Wieder war das goldene Zeichen mit der Unterschrift Mister Y zu sehen.

B. Zetti landete tatsächlich im Jahre 2017, und das Buch schloss sich. Endlich war er in der Bibliothek. Zum ersten Mal freute B. Zetti sich, bei all den Büchern zu sein. Kaum war ihm bewusst, dass er wieder zuhause war, rannte er rasch die Zeitungsallee runter in die Nummer 1b und klingelte. Zum Glück machte niemand weniger als seine liebe Freundin Betti Z. die Tür auf. Und abends hatte er endlich kein Heimweh mehr und war glücklich und zufrieden.

Autor: Amelie Vollmuth, Klasse 4a, Clara-Grunwald-Schule, Freiburg