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25. August 2017

Leserbriefe

WINDRÄDER
Ohrenpfeifen und Kopfweh
Eine Leserin aus Schuttertal nimmt Leserbriefe zum Thema Windräder zum Anlass, sich nun ebenfalls zu äußern:
Als Betroffene vom Lärm von sieben Windrädern habe ich mir jetzt lange genug überlegt, ob ich mich auf die Leserbriefe zum Thema melden soll. Aber bei manchen muss ich wirklich fragen, wie viel sind uns die Natur und die Menschen noch wert. Da man ja heutzutage nicht sagen darf, dass man beschallt wird, so dass man nicht schlafen kann. Vor allen Dingen die Kinder haben schon Ohrenpfeifen und Kopfweh.

Da wird man schon bald als empfindlich und als Windkraftgegner abgestempelt. Das sind wir nicht. Wir möchten nur unsere Ruhe. Jeden, der das nicht glaubt – was ich verstehen kann, auch ich könnte mir das wahrscheinlich nicht so vorstellen –, lade ich gerne ein, sich das vor allem bei Südwest-Wind anzuhören. Die Fenster sind zu, die Rollläden sind unten, der Fernseher läuft und trotzdem hört man es. Vor allem die Impulshaltigkeit.

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Es gibt Befürworter, die Geld bekommen, da das Windrad bei ihnen auf dem Grundstück steht. Die finden das natürlich toll. Ich würde meine Gesundheit nicht verkaufen. Herr Markowsky (Projektierer), Herr Preiser von Badenova, das ist Ihr Geschäft. Dass Herr Bold, Vorsitzender der Bürgerenergie Ettenheim, sich so geäußert hat, wundert mich sehr, das sind doch die Windräder, um die es hier geht. Leute, die weit weg wohnen, sollen sich mal bitte vorstellen: Die ganze Zeit kreist ein Flugzeug über ihrem Haus, ohne wegzufliegen.

Das müssen wir bei Südwest-Wind ertragen – und den gibt es hier meistens die ganze Zeit. Wie viel Wald dafür abgeholzt werden muss und die Wege, die gebaut werden. Für mich macht das keinen Sinn. Nur so viel: Ich komme aus der Großstadt und habe jahrelang an einer stark befahrenen Straße gelebt – und dahinter war die Zuglinie. Also, ich bin es gewohnt, mit Lärm umzugehen.

Danke Herr Herrenknecht, dass Sie sich zu diesem heiklen Thema Windenergie geäußert haben.

Doris Schätzle, Schuttertal

Autor: Doris Schätzle, Schuttertal