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21. August 2009
Der "Gwinner" soll ab Herbst Geld wert sein
Trägerverein plant Einführung
SCHWARZWALD-BAAR-KREIS (ewk) Durch Kaufverhalten mitgestalten, wer möchte das nicht. Der regionale Verein für nachhaltige Wirtschaftskreisläufe wirbt mit diesem Slogan. Dahinter steht der Trägerverein "Gwinner e.V.", die Vordenker einer Regionalwährung für die Region Schwarzwald-Baar-Heuberg. Ab Oktober wollen sie die Währung "Gwinner" in Umlauf bringen.
Die Idee hinter dem Projekt: Geld, das in der Region verdient wird, soll hier bleiben, also auch hier wieder ausgegeben werden. Und zwar im stabilen Tauschwert eins zu eins von Gwinner und Euro. Dabei soll der Euro nicht ersetzt, sondern nur ergänzt werden.
Chefdenker und Vorsitzender der Gwinner-Initiativgruppe ist Gerhard Weber aus Pfaffenweiler. Der Betriebswirt und katholische Theologe arbeitet als Lehrer am Wirtschaftsgymnasium Villingen und bringt das Prinzip einer Regionalwährung auf den Punkt: Verbraucher tauschen den Gwinner gegen Euro (1:1) und kaufen dafür in der Region Konsumgüter des täglichen Bedarfs und Dienstleistungen ein. Einzelhandel und Handwerker führen dafür ein zusätzliches Gwinner-Girokonto. Auch diese Möglichkeit ist bereits mit Kreditinstituten abgesprochen.
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Privatleute müssen die eingetauschten Gwinner wieder ausgeben. Das geht nur bei einheimischen Anbietern, die beim "Gwinner"-System mitmachen. Geschäftsleute können, gegen Gebühr, Gwinner in Euro rücktauschen. Von den dafür erhobenen fünf Prozent Regionalbeitrag gehen zwei Prozent an die Gwinner-Verwaltung, die restlichen drei Prozent an soziale Projekte.
Gewinnen können an diesem regionalen Geldkreislauf alle, sagt Weber. Der regionale Einkauf bringt dem Geschäftsmann neue Kunden und Kundenbindung, stabilisiert regionale Wirtschaftskreisläufe, etwa die heimische Nahrungsmittelproduktion, verringert Kosten und Umweltbelastung durch weiträumgien Güterverkehr und sichert Arbeitsplätze, Infrastruktur und Steuereinnahmen in der Region.
Die regional ansässigen Unternehmen zeigen sich offen für die neue Tauschwährung, die von Oktober an in Umlauf sein soll. Sie sind die Zielgruppe in der Aufbauphase der Regio-Währung. Der Oberbürgermeister von Villingen-Schwenningen, Rupert Kubon, und Baar-Landrat Karl Heim unterstützen das Projekt.
Weitere Infos gibt es unter www.gwinner-ev.de
Autor: bz
