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09. April 2010
Alles oder nichts, oder?
Verlieren die Wölfe heute in Hannover, ist die Saison beendet.
FREIBURG. Wenn die Wölfe Freiburg heute in Hannover verlieren, war das ihr letztes Spiel in dieser Saison. Genauer gesagt war es dann eigentlich auch das vorerst letzte Spiel in der zweiten Liga. Denn wer in dieser Playdownserie vier Mal verloren hat, steigt in die dritte Eishockey-Liga ab – und Hannover führt mit 3:1, muss also in den noch maximal drei verbleibenden Spielen eines gewinnen.
Nachdem seine Mannschaft am Mittwochabend nach der knappen 4:5-Niederlage durchaus mit Applaus vom Eis verabschiedet wurde, zeigte sich Freiburgs Trainer Markus Berwanger einigermaßen gefasst: "Ich kann den Spielern keinen Vorwurf machen. Mehr ging nicht." Während Hannover immer noch mit vier Sturmreihen spielen könne, sei das bei seinem ersatzgeschwächten Team schon seit Wochen nicht mehr möglich.
Wer mag, kann ein wenig Hoffnung aus der Vergangenheit ziehen, als die Wölfe vor zwei Jahren in den Oberliga-Playoffs die Serie gegen Hannover beim Stand von 1:3 noch drehten. Ob die Breisgauer diesmal allerdings einen ebenso langen Atem haben werden? Jedenfalls ist jetzt schon klar, dass sie sich in beiden Playdownserien – erst gegen Bremerhaven und dann gegen Hannover – das Leben selbst schwer gemacht haben. Die jeweils ersten beiden Partien haben sie verschlafen, vertändelt, versiebt.
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Einer, der heute wie schon am Mittwoch nicht dabei ist, heißt Ronny Glaser. Der Torhüter fehlt laut Wölfe-Sprecher Holger Döpke wegen einer Verletzung an seiner Problem-Leiste. Den großen Bluterguss habe er, Döpke, selbst gesehen, sagt er und tritt damit Gerüchten entgegen, Glaser könnte nach seinen jüngsten unsicheren Auftritten krank oder besser: blau machen. Berwanger selbst hatte nach dem Spiel am Mittwoch bei der Frage nach Glaser nur "Verletzt" gesagt und bedeutungsschwanger in die Tiefe des Raumes geblickt.
Sollten die Wölfe Freiburg sportlich absteigen, muss man sagen: Zum jetzigen Zeitpunkt kann keiner vorhersehen, ob sie wirklich absteigen. Das deutsche Eishockey ist bekanntermaßen berüchtigt dafür, dass aufgrund von Klubpleiten oder neuer Liga-Modi ein Klassenerhalt oder Aufstieg durch die Hintertür keine Seltenheit ist. Etwas, das Döpke verurteilt. Deswegen hofft er auf ein Wunder, wie er sagt. Ein sportliches. Heute in Hannover.
Autor: Martina Philipp
