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07. Juli 2014 14:02 Uhr

Transfer?

SC Freiburg: BVB erneuert Angebot für Ginter – Kommt Mitrovic?

Dortmund hat dem SC Freiburg für Matthias Ginter ein finales Angebot unterbreitet. Der schließt einen Wechsel des Nationalspielers nicht mehr aus – und hat offenbar schon einen Nachfolger im Auge.

  1. Folgt er auf Matthias Ginter beim SC Freiburg? Stefan Mitrovic von Benefica Lissabon ist im Gespräch. Foto: dpa Deutsche Presse-Agentur

Jetzt also doch: Borussia Dortmund hat dem SC Freiburg für Matthias Ginter ein "finales Angebot" unterbreitet, wie BVB-Sportdirektor Michael Zorc am Sonntag gegenüber dem "Kicker" bestätigte. Und in Freiburg beginnt man zu überlegen. "Es gibt Situationen", sagte Klemens Hartenbach am Montag, "in denen Dinge passieren können, die man vorher noch ausgeschlossen hat." Will heißen: Stimmen die Rahmenbedingungen, kann Ginter nach seiner Rückkehr von der WM zu den Westfalen wechseln.

Wie hoch das Angebot der Dortmunder jetzt ist, blieb am Montag im Dunkeln. Zehn Millionen Euro, so wird allenthalben gemutmaßt, soll das erste Angebot der Dortmunder für den 20-jährigen Innenverteidiger vor ein paar Wochen gelautet haben – 13 Millionen wiederum sollen die Freiburger gefordert haben. Beträge, die jedoch von keiner Seite kommentiert wurden. Daraufhin hatte SC-Klubchef Fritz Keller dem Gefeilsche ein Ende bereitet, indem er Ginter für diesen Sommer für unverkäuflich erklärte. Auch wegen dessen Jugend, seinen sportlichen Entwicklungsmöglichkeiten. Diese, so Keller damals, seien im Breisgau ungleich höher, da der bis 2016 an den SC gebundene Ginter beim Sportclub quasi eine Stammplatzgarantie habe, also immer spielen könne.

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SC Freiburg will Aderlass verhindern

Dortmunds Coach Jürgen Klopp hatte nie einen Hehl daraus gemacht, Ginter gerne im gelben Dress des BVB spielen sehen zu wollen. Er braucht den Youngster womöglich, um seiner Defensive zusätzliche Stabilität verleihen zu können, mehr Alternativen zu haben.

Der Sportclub dagegen hätte Ginter gerne noch ein weiteres Jahr an der Dreisam gesehen, weil man nicht schon wieder herausragende Akteure verlieren möchte. Neben Keeper Oliver Baumann (nach Hoffenheim) wäre Ginter der zweite Leistungsträger, der dem SC den Rücken kehren würde.

Wirtschaftlich steht der Sportclub zwar auf gesunden Beinen, erreichen Ablösesummen aber bestimmte Größenordnungen, muss der Klub auch über die wirtschaftlichen Aspekte nachdenken. Der Profikader kostet Geld, die Fußballschule dazu – und ein neues Stadion soll auch gebaut werden. Kein Wunder sagt Hartenbach: "Wir werden über die neue Situation nachdenken müssen."

Ablöse soll bei zwei Millionen Euro liegen

Da passt es womöglich ganz gut, dass die Freiburger bei der Suche nach einem potenziellen Nachfolger für Ginter schon fündig geworden sind. Stefan Mitrovic heißt das Objekt der Begierde. Hartenbach unterstrich denn auch das Interesse an dem Serben. Der 24-Jährige sei jedoch "nur einer aus einer ganzen Reihe von Innenverteidigern, mit denen wir im Gespräch sind". Eine abschließende, persönliche Unterhaltung mit Mitrovic stehe noch aus.

Mitrovic, der Benfica Lissabon gehört, war zuletzt an den spanischen Erstligisten Real Valladolid ausgeliehen. In der Primera Division absolvierte der 1,89 Meter große und 81 Kilogramm schwere Abwehrspieler 16 Partien. Bei Benfica hatte er sich zuvor nicht durchsetzen können, weshalb ihn die Portugiesen zwecks Erlangung von Spielpraxis an die Spanier weiterreichten. Zuvor hatte Mitrovic bei Metalac Gornji in Serbien und bei KV Kortrijk in Belgien gespielt. Benfica, das mit Mitrovic einen Vertrag über fünf Jahre abgeschlossen hat, soll eine Ablöse von rund zwei Millionen Euro fordern.

Diagne zu Hannover 96?

Neben Ginter steht offenbar auch Fallou Diagne vor dem Absprung – allerdings dürfte der Wechsel dieses Innenverteidigers den SC Freiburg weniger schmerzen. Dem Kicker zufolge ist Hannover 96 an dem 24-jährigen Senegalesen als Ersatz für den verletzten André Hoffmann interessiert. "Ich bin zuversichtlich, dass da etwas gehen könnte", wird Diagne-Berater Guido Nickolay zitiert. Offenbar will 96 den Abwehrmann vom SC ausleihen. "Eine Übergangslösung wäre ein Zeichen an André Hoffmann, dass wir auf ihn bauen, wenn er zurückkommt," so Präsident Martin Kind.

Der Sportclub hatte zuletzt signalisiert, Diagne im Fall des Falles keine Steine in den Weg legen zu wollen. Dieser hatte im Spiel gegen den FC Winterthur am Samstag in Offenburg den Ausgleichstreffer zum 1:1 erzielt.

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Autor: Michael Dörfler