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28. Dezember 2015

Mit der Trachtenkapelle auf einem Flug um die Welt

Begeisterndes Weihnachtskonzert in der Schwarzwaldhalle / Jungmusiker zeigen sich von der besten Seite / Bronze, Silber und Gold für den Nachwuchs.

  1. Die Trachtenkapelle St. Märgen, dirigiert von Alois Huber Foto: Heinrich Fehrenbach

  2. Melanie Goldschmidt (links) und Yvonne Hog erhielten das Leistungsabzeichen in Gold. Foto: Heinrich Fehrenbach

  3. Stefanie Rohrer und Hanna Löffler Foto: Heinrich Fehrenbach 

St. MÄRGEN. "In 80 Minuten um die Welt" lautete das Programm des Weihnachtskonzerts der Trachtenkapelle St. Märgen am Stephanstag in der Schwarzwaldhalle. Der Vorsitzende Manfred Herrmann hieß die Besucher willkommen, und schon eröffneten die Jungmusiker das Programm. Die beiden Ausbilderinnen Hannah Löffler und Stefanie Rohrer wechselten sich mit dem Dirigentenstab ab. So begann Steffi Rohrer mit dem amerikanischen Weihnachtslied "Let it snow" von Kees Vlak. Es folgte "Der kleine Ungar" von Alfred Bösendorfer, diesmal dirigiert von Hannah Löffler. Mit diesem flotten Stück wurden die Zuhörer in die ungarische Puszta versetzt. "Genji Koto" von Luigi die Ghisallo, und "Dos Muchachos" von Dick Ravenal folgten anschließend unter der Stabführung von Steffie Rohrer und Hannah Löffler. Mit großem Applaus wurden die Jungmusiker mit ihren Ausbildern dann von der Bühne verabschiedet, um für die Trachtenkapelle Platz zu machen.

Die Trachtenkapelle unter Leitung von Alois Huber (seit 2010) begann ihren Auftritt in der voll besetzen Halle mit dem Titel: "Airport" von Hans-Joachim Rhinow, ganz nach dem Thema des Abends "In 80 Minuten um die Welt", nachdem die "Crew" der "Black Forest Airline" entsprechende Anweisungen für die Passagiere gegeben hatte.

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Der Flug führte nach Südamerika mit dem Titel "Cordilleras de los Andes" von Klees Vlak. Weiter ging es nach Nordamerika zu: "A Tribute to Stephan Foster" von Ted Huggens. Die populäre Melodie wird viel gesungen und getanzt – oft sentimental, manchmal heiter und unbekümmert. Eine kleine Pause nutzte der Vorsitzende Manfred Herrmann zu Ehrungen (wir berichten noch).

Der zweite Teil des Abends führte erst nach Australien. Kapitän Huber dirigierte das Stück "Ross Roy", eine Komposition von Jacob de Haan. Danach ging es nach Vietnam mit dem weltbekannten Musical "Miss Saigon" von Warren Barker. Ohne Verspätung folgte der Sprung nach Asien und hier Vietnam mit "Auf einem persischen Markt" von E. Schmidt-Köthen: Die Kameltreiber kommen näher; die Rufe der Bettler nach Gaben werden erhört. Die schöne Prinzessin tritt auf, von ihren Dienerinnen begleitet. Die Prinzessin bleibt stehen, um sich an den Gauklern und Schlangenbeschwörern zu ergötzen. Der Kalif schreitet über den Markt und unterbricht die Unterhaltung, nochmals werden die Bettler beschenkt. Die Prinzessin macht sich zum Aufbruch bereit und die Karawane zieht weiter. Die musikalischen Motive der Prinzessin und der Kameltreiber hört man noch leise in der Ferne, und der Marktplatz wird wieder einsam.

Afrika war das nächste Ziel mit dem Stück: "African Symphony" . Es erschien in den 70er-Jahren und wurde durch das Blasmusikarrangement des Japaners Naohiro Iwai weltbekannt. Der musikalische Schwerpunkt liegt im Schlagwerkregister, das durch eingängige Rhythmen und interessante Klänge verschiedenster Schlag- und Perkussionsinstrumente auf sich aufmerksam macht. Daneben tragen aber auch die Bläser, hier vor allem die Hörner und Posaunen, maßgeblich zum afrikanisch wirkenden Klang des Stücks bei.

Heimkehr nach Europa: Die Zuhörer klatschen mit, als Dirigent Alois Huber den "Radetzky Marsch" dirigierte. Der von Johann Strauß (Vater) komponierte und dem Feldmarschall Graf Radetzky von Radetz gewidmete Marsch wurde am 31. August 1848 in Wien uraufgeführt.

Dirigent Alois Huber durfte die Bühne nicht ohne Zugabe verlassen. Nach langanhaltendem Applaus spielte die Kapelle noch die "Südböhmische Polka" und "Aus ganzem Herzen Blasmusik". Herrmann dankte Huber, der seit mehr als 40 Jahren als Dirigent wirkt. Marianne Huber erhielt Blumen. Dank galt auch den Aushilfsmusikern Doris Huber (Waldhorn), Moritz Mark von "Chill Out" (Schlagzeug) sowie Claus Wehrle von der Trachtenkapelle Breitnau (Klarinette).

Hannah und Dominik Löffler führten durch das Programm. Vor jedem Stück hatten sie Informationen über das jeweilige Land auf der Reise parat.

17 Jungmusiker erhielten das Jungmusikerleistungsabzeichen in Bronze und Silber. Melanie Goldschmidt und Yvonne Hog erhielten Gold.

Autor: Heinrich Fehrenbach