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21. April 2009 19:59 Uhr

Ausbreitung der Schäden in der Fauststadt

Dossier: Chronik der Risse in Staufen

Jeden Monat hebt sich die Altstadt in Staufen um einen Zentimeter an – seit Beginn der Messungen schon um knapp 14 Zentimeter. Folge sind Schäden an inzwischen fast 170 Gebäuden. Die Badische Zeitung hat eine Chronik der Meldungen zusammengestellt.

14. Mai 2009 179 Häuser sind beschädigt
Die Hebungen halten unvermindert an. Die Stadt trete in Vorleistung, so Bürgermeister Benitz, das Land gebe erst finanzielle Hilfe, wenn die Ergebnisse der zweiten Probebohrung vorliegen. Die dauern aber noch an.
15. April 2009 "Geschädigte nicht im Stich lassen"
Noch weiß keiner, welche Kosten die Behebung der Schäden in der Staufener Altstadt nach sich ziehen werden. Der Arbeitskreis Staufener Stadtbild e. V. ruft eine sofortige Spendenaktion ins Leben.
11. April 2009 Acht Gebäude werden statisch gesichert
Derzeit sind 167 Häuser beschädigt, um 14 Zentimeter hat sich der Altstadtkern durch die Quellvorgänge gehoben. Ein Ende ist nicht abzusehen. Jetzt liegt die Hoffnung ganz bei der Erkundungsbohrung.

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26. März 2009 Hinteres Rathaus wird evakuiert
162 Häuser sind beschädigt. Die Risse geben mittlerweile Anlass zu größter Besorgnis. Sicherheitshalber soll jetzt schweres Inventar aus dem hinteren Rathausgebäude evakuiert werden. Die erste Erkundungsbohrung wurde mittlerweile bei einer Tiefe von 17,8 Metern abgebrochen.
9. März 2009 Heute beginnt in Staufen die Erkundungsbohrung
Mit der Bohrung in der Rathausgasse verbinden sich viele Hoffnungen der Staufener. Das erneute Vordringen in die Tiefen des Untergrundes soll Aufschluss über die Ursachen der Quellhebungen bringen.
6. März 2009 Schon eine Million Euro für Risse in Staufen
Die Stadt hat bereits eine Million Euro aufgewendet. Was die statische Situation anbelangt, werde ein Szenario einer Auslagerung erarbeitet, erklärte Michael Benitz.
5. Februar 2009 "Land lässt Staufen nicht im Stich"
"Mich überkommt ein Gefühl von Traurigkeit." Mit diesen Worten kommentierte der stellvertretende Ministerpräsident Ernst Pfister seinen heutigen Rundgang in der Staufener Altstadt.
4. Februar 2009 Leben zwischen den Rissen
Der Riss. Er zieht sich quer durchs Kaminzimmer. Er spaltet den Fliesenboden drei Zentimeter breit. Aber Kaminzimmer kann Claus Hermann den Raum im Erdgeschoss seines Staufener Altstadthauses kaum mehr nennen.
18. Dezember 2008 Kernbohrung soll Aufschluss bringen
An 61 Messstellen beobachtet die Stadt Staufen die linearen Hebungen in der Altstadt. 131 Häuser haben durch die Quellvorgänge in einer Gipskeuper-Schicht Risse. Eine Kernbohrung soll Aufschluss über die Vorgänge im Untergrund geben.
27. November 2008 Durch 129 Häuser ziehen sich Risse
"Es läuft auf eine Katastrophe hinaus" – so lautet die Einschätzung des Regierungspräsidiums Freiburg, was die Rissbildung in Staufen anbelangt. Deshalb sei aus Sicht der Behörde eine große Kernbohrung unabdingbar .
25. Oktober 2008 Risse und kein Ende: Stadt hebt sich weiter
Der Einzug von Bodenplatten unter die Fundamente, die Injektion von Verdichtungsmaterial in den Untergrund und der Einbau von Mauerankern: Die Stadt Staufen ringt nach Lösungen, um weitere Gebäudeschäden in der Altstadt zu verhindern.
16. Oktober 2008 Regierungspräsident besichtigt Schäden
In der Staufener Altstadt sind inzwischen 120 Gebäude mit Rissen durchzogen. Schadensursache: Offiziell unbekannt. Jetzt machte sich auch Regierungspräsident Julian Würtenberger vor Ort ein Bild über das Phänomen.
14. Oktober 2008 Risse: Staufen strebt politische Lösung an
Die Stadt Staufen hält den juristischen Weg der Lösung des Risseproblems für einen Holzweg. Bei einer Versammlung für betroffene Hausbesitzer im Stubenhaus sagte Bürgermeister Michael Benitz, er strebe eine "politische Lösung" an.
26. September 2008 120 Häuser weisen Risse auf
Die Rissbildung in Staufen geht weiter: 120 Häuser sind zwischenzeitlich beschädigt. Jetzt liegt ein Gutachten des Sachverständigen Professor Hermann Schad zur Klärung der Ursachen für die Risse und Hebungen vor.
25. Juli 2008 114 Gebäude beschädigt
114 Gebäude weisen zwischenzeitlich Schäden auf – so lautete die Bilanz in der jüngsten Gemeinderatssitzung in Staufen. Was der Stadt bereits außerplanmäßige Ausgaben in Höhe von rund 132 000 Euro bescherte, wie Bürgermeister Michael Benitz erklärte.
Frühjahr 2008 Zahl steigt auf über 100
Im März sind schon 53 Gebäude als beschädigt gemeldet. Im April steigt die Zahl auf 90, im Mai sind es schon 102 Häuser.
Februar 2008 Über 20 Häuser betroffen
Während die Stadt Staufen in diesen Tagen beim zuständigen Landgericht in Freiburg ein justiziables Beweissicherungsverfahren beantragt hat, werden viele der betroffenen Hauseigentümer angesichts der Monat um Monat zunehmenden Risse in Mauern und Böden unruhig. Mehr als 20 Häuser, öffentliche Gebäude und Häuser in Privateigentum, sind inzwischen betroffen. Nicht nur Außenfassaden, auch Wände im Inneren der Häuser, Decken, Böden und Straßen reißen auf.
Dezember 2007 Feststellung von Schäden
An Gebäuden in der Altstadt werden erste Haarrisse entdeckt.
September 2007 Sieben Bohrungen bis 140 Meter Tiefe
In der Altstadt beginnen geothermische Bohrungen für die Beheizung und Kühlung des gerade sanierten Rathauses.