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30. Juni 2010
Faust-Gymnasiasten haben fertig
Der Abiturjahrgang verabschiedete sich mit dem Abiball in der Münstertäler Belchenhalle.
MÜNSTERTAL (fje). Mit einem feierlichen, gelungenen und wohl organisierten Abend fand das diesjährige Abitur seinen krönenden Abschluss. Die 127 Abiturientinnen und Abiturienten des Faust-Gymnasiums Staufen hatten schon am Freitagabend ihre Zeugnisse erhalten und konnten am Samstag entspannt dem "letzten Tanz" der Schullaufbahn in der Münstertäler Belchenhalle entgegenblicken.
Jeweils in Zweierpaaren legten die Schüler zu Beginn einen einstudierten Walzer aufs Parkett, der von den anwesenden Eltern, Geschwistern sowie Freunden und Bekannten der Schüler begeistert beklatscht wurde.
Nach einer kulinarischen Stärkung begannen die zahlreichen Ehrungen der Lehrer. Sie haben die Schüler zwei Jahre lang begleitet, aufs Abitur vorbereitet und sind dabei nicht immer durch leichte Zeiten gegangen. Der Musikkurs beispielsweise "entschädigte" seine Lehrerin durch ein wunderschönes Lied für die zwei Jahre voller Mühen. Viele Kurse hatten eigene Gedichte geschrieben, die sie nun vortrugen. Auch der Wirtschaftskurs, der sich in seiner Danksagung an die Lehrerin selbst als kleines Kind verstand, hatte poetisches Talent bewiesen. Dieses Baby musste Geburtsschwierigkeiten und viele Krankheiten überstehen, um nun als gesunder und reifer Mensch in die Selbstständigkeit entlassen zu werden.
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Diese Selbstständigkeit konnten viele der Abiturientinnen und Abiturienten bereits während ihrer Schullaufbahn zeigen. Nur so sind die vielen Sonderehrungen und Zertifikate zu begründen, die am Freitagabend bei der offiziellen Zeugnisübergabe vergeben wurden. Auch die vielen herausragenden Einzelleistungen mit zwei 1,0- und jeweils einem 1,1- sowie 1,3-Abitur sorgten dafür, dass man mit einem Gesamtdurchschnitt von 2,2 selbst über dem Baden-Württembergischen Mittel liegt.
Dies wusste auch der Schulleiter Hans-Joachim Kraus in der gut gefüllten Aula des Faust-Gymnasiums zu würdigen. In seiner Dankesrede gratulierte er einerseits zu den tollen Leistungen und beschrieb andererseits – anhand von Fußballerzitaten – Lebensweisheiten für die Zukunft: Ein Spiel im Leben kann auch einmal länger als 90 Minuten dauern und man muss dennoch konzentriert weiterspielen. "Ich habe fertig" trifft zwar auf jeden der Schüler zu, doch ist die Schule nur ein Abschnitt im Leben und weitere Herausforderungen stehen bevor.
"Die Jugend von heute liebt den Luxus, hat schlechte Manieren und verachtet die Autorität", so hat es schon Sokrates damals gesagt, doch Letzteres können die beiden Moderatoren des Abiballs sicherlich widerlegen. Einer von ihnen ist der 21-jährige Julian Braun, der schon 2009 bei der Kulturwoche in Staufen sein kabarettistisches Talent unter Beweis stellen konnte. Er leitete charmant, witzig und souverän durch den Abend und gab unter anderem mit Raoul Haaf am Saxophon und Nhi Le (Gesang) zu einem flotten Rock’n’Roll seine Klavierkünste zum Besten.
Auch die Vorführung des Abifilms von Regisseur Patrick Schuble fand großen Anklang bei den Gästen, und die Herausgeber der Abizeitung hatten offensichtlich einen tollen Job gemacht, sie konnten im Verlaufe des Abends zahlreiche Exemplare verkaufen.
Die Organisation des Abiball-Teams, das sich um Infrastruktur, Finanzierung und Umsetzung des Projekts kümmerte, hatte großen Anteil am erfolgreichen Verlauf des Balls, nicht zuletzt der Schüler Raphael Kunz, der mit seiner eigenen Firma für Veranstaltungstechnik für die Rahmenbedingungen sorgte.
Seinen offiziellen Abschluss fand der Abend mit einem eigens geschriebenen Lied der Schulabgänger, das sie alle zusammen auf der Bühne zum Besten gaben.
Autor: fje
