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04. Mai 2010

Gemeinderat erweitert Vorstand

Stiftung Erhalt der Altstadt.

STAUFEN (sam). Der Gemeinderat als Gründer der "Stiftung zum Erhalt der Staufener Altstadt" bestätigte in seiner jüngsten öffentlichen Sitzung die Aufnahme zweier Repräsentanten in die Stiftung. So wird Clemens Oberle in den Vorstand bestellt als Vertreter der Interessengemeinschaft der Riss-Geschädigten (GbR). Außerdem wird Wolfgang Schumann für die von ihm ins Leben gerufene Initiative "Wir halten Staufen zusammen" im Vorstand vertreten sein.

Wie Bürgermeister Michael Benitz darüber hinaus berichtete, laufen Bemühungen, prominente Kuratoriumsmitglieder zu gewinnen. Zum Stand der Risse, von denen nun 257 Gebäude betroffen sind, teilte Benitz den Abbau der Sondenbaustelle mit. "Jetzt sollen die Sonden noch leergeblasen und in einem Testverfahren angeritzt werden, um zu klären, ob Gebirgswasser nachfließt".

Der Vorgang des Abpumpens werde fortgesetzt – und zwar entgegen anderweitigen Meldungen mit unveränderter Menge. Dadurch solle verhindert werden, dass Wasser aus der Tiefe bis zur quellfähigen Schicht aufsteige. Geprüft werden müssten auch die Messintervalle bezüglich der Gebäudeschäden, da in zwei Häusern Gipsdeckenteile heruntergefallen seien, wobei offen sei, in welchem baulichen Zustand die Decken waren.

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Das Land Baden-Württemberg habe die Mittel für die Sondensanierung um 1,1 Millionen Euro aufgestockt. Das sei auch dringend erforderlich, erklärte Benitz, da Staufen in Vorleistung gegangen ist, und die bereits bewilligten 1,9 Millionen bei weitem nicht ausreichten. Insgesamt habe er den Eindruck, so Bürgermeister Benitz, dass die Katastrophe, mit der Staufen zu kämpfen habe, nicht überall in ihrer Dimension erkannt werde.

Als positives Signal des Landes sei zu werten, dass es Nachrichten gebe, dass dem gewünschten Verjährungseinredeverzicht stattgegeben werde. Es mache Mut für einen kooperativen Weg. Zwar sei es nachvollziehbar, wenn nun ein zweiter Geschädigter den Klageweg gehe, begrüßen könne er das nicht, so Benitz, auch im Hinblick auf die Frage von Herbert Rinderle (FW), ob Staufen um eine Klage gegen das Land herumkomme. Der Rechtsweg würde außerdem eine Hängepartie werden, das dauere Jahre, ergänzte Benitz.

Die Schlichtungsstelle, die Staufen einrichten wolle, könnte als Geschäftsstelle an die Stadtverwaltung angedockt werden, da das Stadtbauamt schon über der Belastungsgrenze hinaus mit der Thematik beschäftigt sei. Benitz informierte auch darüber, dass der Bericht des Landesbergbauamtes vorliege, der eine gute Basis für Verhandlungen sei.

Autor: sam