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05. Dezember 2011

Halbe Umfahrung ist nur halbe Sache

Christoph Bayer zu Gast bei der Bürgerinitiative Pro Umfahrung Staufen.

  1. Der SPD-Landtagsabgeordnete Christoph Bayer (Zweiter von rechts) informierte sich beim Vorstand der Bürgerinitiative Pro Umfahrung Staufen über die geplante „Große Umfahrung“. Foto: Manfred BurkerT

STAUFEN. Der SPD-Landtagsabgeordnete Christoph Bayer war zusammen mit dem SPD-Kreisvorsitzenden und Stadtrat Thomas Mengel zu Gast bei der Bürgerinitiative Pro Umfahrung Staufen, um sich über den aktuellen Stand der geplanten Großen Umfahrung zu informieren.

Vorsitzender Dieter Rainer und seine Vorstandskollegen präsentierten die heutige Verkehrssituation auf der so genannten "Kleinen Umfahrung". Anhand einer Planungskarte erläuterten sie dem Abgeordneten die vorgesehene Trassenführung der Großen Umfahrung, aber auch die vom Aktionsbündnis L 123 als Alternative ins Spiel gebrachte Westtangente.

Dabei machten die Vorstandsmitglieder von "StauFrei" deutlich, dass die Bürgerinitiative keine eigene Trassenplanung, sondern die vom Regierungspräsidium vorgesehene und aus dem Planfeststellungsverfahren hervorgegangene "Amtstrasse" vertritt. Diese sei auch vom Gemeinderat mehrmals mit großer Mehrheit gutgeheißen worden. Dagegen sei die vom Aktionsbündnis vertretene halbe Umfahrung auch nur eine "halbe Sache".

Die vom Durchgangsverkehr stark frequentierte Münstertäler Straße erführe dabei keinerlei Entlastung, nach wie vor müssten vor allem Schüler der Altstadt zum Schulzentrum diese Straße überqueren. Ebenso seien Friedhofsbesucher vom Stadtzentrum kommend weiterhin betroffen. Auch die Feuerwehr müsse sich, von ihrem Standort "Im Gaisgraben" gen Süden fahrend, im Brandfall auch in Zukunft erst einmal mit Blaulicht und Martinshorn freie Fahrt durch Neumagen- und Münstertäler Straße mit zwei Bahnübergängen verschaffen, um zum Einsatzort zu gelangen. Außerdem würde die Steinerstraße im Teilort Grunern, anstatt wie bei Verwirklichung der ganzen Umfahrung stillgelegt, mit Sicherheit eine deutliche Verkehrszunahme in und aus Richtung Münstertal erfahren.

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Christoph Bayer erklärte hierzu, es sei ja bekannt, dass er schon immer ein Befürworter der ganzen Umfahrung von Staufen gewesen sei und daran habe sich nichts geändert. Er versprach, sich um einen baldigen Planfeststellungsbeschluss beim Regierungspräsidium zu bemühen. Ferner werde er Kontakte mit der in der neuen Landesregierung für Verkehrssachen zuständigen Staatssekretärin aufnehmen, um die Chancen einer baldigen Verwirklichung der Großen Umfahrung Staufens auszuloten.

Autor: Manfred Burkert