Optimistisch in Sachen große Umfahrung

Manfred Burkert

Von Manfred Burkert

Mo, 23. Dezember 2013

Staufen

Mitgliederversammlung der Staufener Bürgerinitiative "Pro Umfahrung".

STAUFEN. Ist Staufen bald staufrei und die Bürgerinitiative "Pro Umfahrung" am Ziel? Der Vorsitzende Dieter Rainer zeigte sich auf der Mitgliederversammlung optimistisch. Alle Anzeichen deuteten darauf hin, dass hinsichtlich der ganzen Umfahrung Staufens Land in Sicht sei.

Deren Gegner und Befürworter einer "Westtangente" hätten schlechte Karten: Die würde für einen Großteil der betroffenen Anwohner und der Schüler, die einen der gefährlichen Fußgängerüberwege in der Münstertäler- oder Wettelbrunner Straße zum Faust-Gymnasium überqueren müssen, keine Entlastung bringen. Außerdem würden in Grunern die Anwohner der "Steinerstraße" verstärkt belastet werden. Deshalb verlange das Aktionsbündnis, dass der Verkehr von Freiburg nach Münstertal und umgekehrt weiterhin auf der jetzigen "kleinen Umfahrung" verbleiben soll.

Welcher Nonsens, meinte ein Zuhörer, diese Westtangente verdiene gar nicht das Wort Umfahrung. Auch die zuständigen Behörden sprächen immer nur von der "Amtstrasse" und meinten damit die ganze Umfahrung. Ein Teilnehmer meinte, die Bürgerinitiative "Pro Umfahrung" müsse noch einmal Druck ausüben, gegebenenfalls mit Protestmärschen und Kundgebungen. Bürgermeister-Stellvertreter Klaus Natterer riet davon ab, dies wäre in der derzeitigen Situation eher kontraproduktiv. Später könne dies jedoch noch notwendig werden. Als Beispiel für solch eine Aktion nannte ein Anlieger, wenn die Gegner der Umfahrung in Grunern glauben, mittels des Eingemeindungsvertrages aus dem Jahre 1974 den Bau der Großen Umfahrung weiter hinauszögern zu können.

Stadtrat Bert Riesterer zitierte hierzu die Rechtsprechung: "Eine Klage gegen Straßenbaumaßnahmen hat keine aufschiebende Wirkung, mit der Folge, dass die Straßenbaubehörde trotz laufenden Gerichtsverfahren mit dem Bau der Straße beginnen darf". Ein Anwohner an der Problemstraße entlang des Neumagens, jetzt zusätzlich geplagt in den Hauptverkehrszeiten von den Staus an den Bahnübergängen, sagte: "Die Gegner der ganzen Umfahrung wohnen allesamt in ruhigen Wohngebieten und handeln nach dem "Florianprinzip". Abschließend erklärte Dieter Rainer: "Unsere Bürgerinitiative vertritt die Meinung eines Großteils der Bürger in der Gesamtstadt und die Mehrheitsmeinung "Pro ganze Umfahrung" des Gemeinderats." Dazu habe der Petitionsausschuss des Landtags die Notwendigkeit einer Großen Umfahrung bestätigt und sich nicht weiter mit Alternativplanungen beschäftigt. "Jetzt erwarten wir in Kürze den Planfeststellungsbeschluss des Regierungspräsidiums, sodass die Sache endlich Fahrt aufnimmt in die richtige Richtung. "