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02. Oktober 2009

Pumpversuche laufen

Kontrolle rund um die Uhr

STAUFEN. Auf rund 1,1 Millionen Euro beläuft sich bisher die Summe, mit der die Stadt Staufen bislang in Sachen Risse in Vorlage getreten ist, teilte Bauamtsleiterin Martina Schlatter in der Gemeinderatssitzung am Mittwoch mit. 227 Gebäude weisen zwischenzeitlich Schäden auf.

Derzeit wird in einem Bergwerksschacht im Kinzigtal das Perforieren und Injektieren der Sondenschläuche erprobt. Die ersten Versuche hätten gut geklappt, berichtete Martina Schlatter weiter. Getestet werde auch die Zementmischung zum Verfüllen.

0,6 Liter Wasser pro Sekunde
Nachdem die Erkundungsbohrungen auf 150 Meter Tiefe angelangt seien, fänden jetzt Pumpversuche statt. Denn durch die Probebohrungen drücke sich jetzt das artesisch gespannte Grundwasser auf 90 Zentimeter unter Gelände hoch. Durch das Abpumpen wird es auf 85 Meter heruntergedrückt. 0,6 Liter pro Sekunde werden abgepumpt, die Temperatur werde rund um die Uhr kontrolliert, berichtete die Bauamtsleiterin weiter.

Der erste Zuschussbescheid vom Land Land Baden-Württemberg über 620 000 Euro sei im Rathaus Staufen angekommen, gab Bürgermeister Michael Benitz bekannt. Der zweite Bescheid über 1,9 Millionen Euro hingegen stehe noch aus. Hier müsse er schleunigst nachhaken. "Wir brauchen das Geld dringend, um unsere Liquidität zu erhalten."

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Autor: Ute Wehrle