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24. Februar 2011

Schere-Stein-Papier mit 1001 Symbolen

Schüler des Staufener Faust-Gymnasiums glänzen bei "Jugend forscht" in Freiburg.

  1. Den ganzen Tag belagerte das Publikum die Stände der Jungforscher. Hier erklärt Carl Küsters seine Suchmaschine. Foto: Privat

  2. Den ganzen Tag belagerte das Publikum die Stände der Jungforscher. Hier erklärt Carl Küsters seine Suchmaschine. Foto: Privat

STAUFEN (BZ). Das Faustgymnasium macht mit bemerkenswerten Erfolgen bei "Jugend forscht" auf sich aufmerksam: Beim Freiburger Regionalwettbewerb waren vergangene Woche elf Staufener Schüler angetreten, um ihre Projekte zu präsentieren. Am Ende standen zwei erste Plätze, ein zweiter Platz sowie Sonderpreise im Wert von über 4000 Euro.

Fünf Stunden lang konnten Publikum und Jury die Erfindungen begutachten. So stellte etwa der 16-jährige Faust-Schüler Lorenzo Toso sein selbst erfundenes Sortierverfahren "Cubesort" vor, das später von der Jury als "Zauberkunststück" bezeichnet und mit dem ersten Platz in der Kategorie Mathematik/Informatik ausgezeichnet wurde. Das Programm ordnet große Mengen an Zahlen zunächst als Würfel an. Dieser wird dann so raffiniert unterteilt und gekippt, dass die Zahlen schließlich aufsteigend sortiert sind. Dabei musste der Preisträger über drei Dimensionen hinausdenken: "Sonst hätten die Würfel nicht genug Ecken gehabt."

Lorenzo Toso wird nun ebenso wie Janik Katzenmeier, der den ersten Platz bei den jüngeren Schülern erhielt, am Landeswettbewerb teilnehmen. Das klassische Schere-Stein-Papier war dem Zwölfjährigen nicht genug. Warum nur drei verschiedene Symbole verwenden? Er rechnete Spiele mit bis zu 1001 Symbolen durch und lieferte elegante Beweise.

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Wer braucht schon Google, wenn er sich seine eigene Internet-Suchmaschine programmieren kann? Carl Küsters erhielt für sein Suchprogramm "Clixx" (die BZ berichtete) einen zweiten Platz.

Diese Erfolge sowie weitere Einzelpreise in Biologie und Physik bescherten dem Faust-Gymnasium auch den zweiten Platz in der Schulwertung. Wettbewerbsleiterin Benita Eberhardt lobte das Faust-Gymnasium als "Newcomer-Schule mit besonderer Dynamik, die sehr viele und gute Arbeiten hervorbringt."

Nachdem in den letzten beiden Jahren nur vereinzelt Staufener Schüler teilgenommen hatten, scheint nun die Begeisterung für die Forschung geweckt worden zu sein. So wurden die Teilnehmer auch von über 100 Faust-Schülern vor Ort unterstützt. Informatiklehrer Urs Lautebach beschreibt das Engagement der Schule bei "Jugend forscht" als "Motiviertenförderung, weniger als Begabtenförderung." Das Erreichen von vorderen Plätzen sei nicht in erster Linie das Ziel. "Dennoch freuen wir uns sehr, dass die Schüler für ihren Einfallsreichtum und Fleiß belohnt worden sind." Mit den Preisgeldern sollen zukünftige Forschungsarbeiten von Schülern unterstützt werden.

Autor: bz