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23. Dezember 2009

Schulfrei wegen Drohbrief in Staufen

Faust-Gymnasium geschlossen

STAUFEN (cr). Eine Amokdrohung hat dazu geführt, dass für die rund 1300 Schülerinnen und Schüler des Staufener Faust-Gymnasiums die Weihnachtsferien gestern einen Tag früher als geplant begannen. Die Schule hatte, wie mehr als 50 weitere Schulen und Universitäten im Land, am Montag einen Drohbrief erhalten. Außer einer Geldforderung wurde in dem Schreiben auch ein Amoklauf angekündigt.

"Wir haben uns für die Sicherheit der Schüler entschieden", betonte Schulleiter Hans-Joachim Kraus, der am Montag Mittag das Kriseninterventionsteam einberufen hatte und die Schule nach der sechsten Stunde unter einem Vorwand räumen ließ, um die Schüler nicht zu beunruhigen. Die Entscheidung habe schnell gefällt werden müssen, da die Schüler auf Grund des ländlichen Einzugsgebietes zu rund 80 Prozent mit Bussen oder anderen öffentlichen Verkehrsmitteln zur Schule kommen und diese entsprechend erreichen mussten.

Die Situation sei auf Grund des Briefes und der darin genannten Bezüge zu anderen Schul-Amokläufen als sehr ernst einzuschätzen gewesen, so Kraus. Daher blieb das Gymnasium auch gestern geschlossen, die Eltern waren per E-Mail darüber informiert worden. Schulleitung und Sekretariat waren jedoch besetzt, und auch die Polizei, so berichtete Kraus, sei vor Ort gewesen. Inzwischen hätten die eingeschalteten Spezialisten mitgeteilt, dass die Gefährdungslage als nicht mehr so hoch eingeschätzt werde. Er gehe fest davon aus, so der Schulleiter, dass der Unterricht nach Weihnachten normal weitergehen könne.

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Autor: bz