Staufens neues Stadion eingeweiht

Rainer Ruther

Von Rainer Ruther

Sa, 08. Juli 2017

Staufen

Stadt investierte über 1,6 Millionen Euro in die Erneuerung der Sportanlage beim Schulzentrum / Neue Nutzungsordnung.

STAUFEN. Gerissene Laufbahn, marode Sprunganlagen – und Wasser auf dem Rasen: Das städtische Sportstadion am Schulzentrum in Staufen war nach 40 Jahren reif für eine Komplett-Sanierung. Im Oktober 2014 diskutierte der Gemeinderat zuerst die fälligen Maßnahmen – jetzt, fast drei Jahre später – wurde das Stadion offiziell übergeben.

Staufen hat viel übrig für seine Sportvereine – das betonte Bürgermeister Michael Benitz bei einer kleinen Feierstunde am Donnerstag. Denn nicht nur habe man 2,1 Millionen Euro aufgewendet, um das Sportgelände in Grunern zu modernisieren: Für das sanierte Stadion am Schulzentrum mit Kleinspielfeld machte die Stadt 1,645 Millionen Euro locker. Eine Summe, die mit Fördermitteln aus dem Sportstätten-Förderprogramm und dem sogenannten Ausgleichstock um knapp 420 000 Euro reduziert werden konnte.

Dafür hat man jetzt eine rundum sanierte Laufbahn, eine neue Wurfanlage, Sprunganlagen und einen dichten neuen Rasen, der Gartenbesitzer neidisch machen kann. Am Donnerstag waren allerdings nur wenige Sportler auf dem Platz zu sehen, die die neue Laufbahn testen konnten – zu dem ursprünglich ins Auge gefassten großen Sportfest zur Einweihung kam es aus Termingründen nicht.

Für Kinder und Jugendliche sind Bewegung und Sport für ihre Entwicklung elementar und sollten ganz normaler Bestandteil ihres Alltags sein, betonte die Rektorin der Thaddäus-Rinderle-Schule (TRS), Dörte Sickau. Möglichst viele Bewegungserfahrungen ermöglichten die Freude an Bewegung, an Leistungsfähigkeit, am Entwickeln von Talenten, aber sie förderten auch die Gesundheit und beugten Krankheiten vor. Dazu bietet die TRS insgesamt acht Sportprojekte pro Woche nachmittags an. Neben der TRS können auch die Lilienhofschule und die Außenstelle der Heinrich-von-Landeck Schule Bad Krozingen die Anlage benutzen, was sie bei den Bundesjugendspielen vergangene Woche bereits mit viel Spaß und Engagement getan hätten, sagte sie.

Die Rektorin wies darauf hin, dass die TRS eine "Grundschule mit sport- und bewegungserzieherischem Schwerpunkt" ist. In diesem Jahr konnte die Schule ein Zertifikat der Kategorie A erreichen, weil wegen der Möglichkeiten im Stadion neue Bewegungsangebote im Stundenplan verankert werden konnten. "Die Stadt hat viel investiert", sagte Dörte Sickau. "Möge uns diese schöne Anlage möglichst lange in gutem Zustand erhalten bleiben."

Dafür soll eine neue Nutzungsordnung für das Stadion sorgen. Die Zeiten, da Freizeitsportler so einfach Zutritt zum Stadion hatten, sind nämlich vorbei. Der Zugang wurde eingeschränkt und mit Drehkreuzen und abschließbaren Toren versehen. Die Stadt wird einen Platzwart stellen. Zum offiziellen Nutzerkreis zählen künftig nur noch die örtlichen Schulen und der TV Staufen. Die Nutzung durch Freizeitsportler und -kicker soll unter Aufsicht des TV Staufen in geregelte Bahnen gebracht werden. Möglich ist zum Beispiel, dass Gruppen einen jährlichen Betrag an den Verein zahlen und damit das Recht erwerben, dort in Abstimmung mit den Zeiten des Vereins und der Schulen ihrem Hobby nachzugehen.