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18. Juli 2011

24 Stunden Schwitzen für den guten Zweck

24-Stunden-Benefizlauf beim TV Hägelberg: Das Wetter spielte bis zum Sonntagmorgen mit / 13 000 Euro als Spenden eingenommen / Rekord: 823 Runden.

  1. Auch Bürgermeister Rainer König (links) rannte kräftig mit. Foto: Silke Hartenstein

  2. Das Wiesentalstadion blieb vor Regenwetter verschont – allerdings nur bis Sonntagmorgen. Trotzdem liefen die Teilnehmer weiter. Foto: fotos:silke hartenstein

  3. In ihren Pavillons konnten sich die Teilnehmer auf die bevor stehenden Runden vorbereiten. Foto: Silke Hartenstein

STEINEN-HÖLLSTEIN. Sport, Spaß und Sponsoring verbanden sich beim ersten 24-Stunden-Rennen "Laufen für Andere" im Wiesentalstadion zu einem eindrucksvollen Gesamterlebnis. Die Initiatoren vom TV Hägelberg hatten professionell einen Benefizlauf organisiert, und in knapp 17 Stunden des Rennens spielte auch das Wetter mit. Insgesamt 150 Läufer in 13 Mannschaften sowie zwei Einzelläufer drehten am Samstag bei strahlendem Sonnenschein unermüdlich eine Stadionrunde nach der anderen.

Sie durchliefen hierbei zugleich eine große Bandbreite dessen, was ein Laufmarathon unter freiem Himmel alles bieten kann: Von sengender Sonne am Samstagnachmittag über nächtliche Runden in der warmen Sommernacht mit Rockmusik, Flutlicht und dem schimmernden Schein eines Heißluftballons bis zum eisernen Durchhalten im strömenden Regen. Dieser setzte gegen 6.30 Uhr am Sonntag ein und strömte sodann stundenlang vom Himmel herab. Entsprechend unterschiedlich fielen auch die Kommentare der Vorstandsmitglieder des TV Hägelberg zum Rennen aus. "Es läuft", fand am Samstagnachmittag der stellvertretende Vorsitzende Christian Ott zufrieden, während Vorsitzender Guido Leyendecker am Sonntagvormittag meinte: "Das einzige, was im Stadion noch geht, sind die Läufer".

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Zum Auftakt bot das Stadion einen bunten und lebendigen Anblick. Die Botschaft "Sport macht Spaß!" kam anschaulich herüber. Gut gelaunt ruhten sich die Läufer während ihrer Stopps in ihren Mannschaftspavillonzelten aus, die Kinder amüsierten sich auf Hüpfburg und Bewegungsspielgeräten, überall leuchteten die mintgrünen T-Shirts der Helfer vom TV Hägelberg, fetzige Rockmusik vom Band sorgte für Stimmung, und im großen Zelt neben der Rockbühne saßen die Besucher bei kühlen Getränken, Grillspezialitäten und Hägelburgern zusammen.

Mit der Anzahl der Besucher war Leyendecker nicht ganz zufrieden. Zwar füllte sich das Stadion zur Rocknacht mit "Beat 7" und "Rockstein" sichtlich, doch hätten es gerne mehr sein können, fand er. Auch der Bambinilauf hätte mehr jugendliche Läufer vertragen können. Hier war der Rekord 15 Runden in 40 Minuten – eine Stadionrunde ist 400 Meter lang. Zufrieden waren Ott und Leyendecker mit der Anzahl der erwachsenen Teilnehmer. Vom Hotzenwald bis zur Schweiz waren die Teams mit je 12 Läufern angereist. Wie und in welchem Takt sich die Läufer abwechselten, regelte jede Mannschaft für sich. Dazwischen gab es Spezialwetten wie die, eine Runde rückwärts zu laufen. Auch die "Gemeinde Steinen, echt fit" war vertreten und mit ihr Bürgermeister, Schirmherr und Läufer Rainer König.

Mit gutem Beispiel voran gingen die Führungsmitglieder der großen Sponsoren, Innojet-Firmeninhaber Herbert Hüttlin und Rainer Liebenow, Vorstandsmitglied der Sparkasse Lörrach-Rheinfelden. In die Liste der Firmensponsoren reihten sich auch die VR-Bank Schopfheim-Maulburg, die Vogt Plastic Gmbh, das Sägewerk Trinler und weitere mittelständische Betriebe ein. Sechs Einzelpersonen, die als Teil eines Teams mitlaufen wollten, hatte Ott zur "Bunten Truppe" zusammen gestellt.

Ergebnis: Insgesamt kamen beim Sponsorenlauf 13 003 Euro zusammen. Sie sollen dem Behinderten- und Rehabilitationssportverein Lörrach e.V. zu Gute kommen, dem Seniorenzentrum Mühlehof sowie den Kindergärten der Gemeinde Steinen.

Mit 823 Runden (329 Kilometer) schaffte das "Laufprojekt 0-21-41 I" von Laufsport Heinz in Rheinfelden den Rekord, gefolgt von der "Roten Laterne" des Tus Höllstein mit 773 und den "Blasschuhen" der Firma Innojet mit 756 Runden. Guido Leyendecker: "Wir sind richtig zufrieden. Und es zeichnet sich bei 95 Prozent der Teilnehmer der Wunsch ab, den Lauf zu wiederholen".

Autor: Silke Hartenstein