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18. August 2009 15:52 Uhr

Querbeat-Festival

Toller Sound unterm Sternenhimmel

Ein voller Erfolg war das Querbeat-Festival auf dem Rastplatz in Weizen. Acht Bands unterschiedlicher Stilrichtungen sorgten bei perfektem Open-Air-Wetter für ausgelassene Stimmung bei den rund 600 begeisterten Besuchern aller Alters- und Gesellschaftsschichten.

  1. The Muppedz United hatte in Weizen ein Heimspiel.

  2. Baltimore Gun Club: Die sympathischen Hanseaten kamen beim Publikum an.

  3. Sie brachten Berliner Punk-Atmosphäre auf den Rastplatz: „The Bottrops“. Foto: Daniela Rüde

  4. Vor der Bühne rockte das Publikum kräftig mit.

  5. „Septic Christ“ sorgten mit Metalcore für laute Töne. Foto: Daniela Rüde

STÜHLINGEN-WEIZEN. Ein voller Erfolg war das Querbeat-Festival, das am Wochenende auf dem Rastplatz in Weizen stattfand. Acht Bands unterschiedlicher Stilrichtungen sorgten bei perfektem Open-Air-Wetter für ausgelassene Stimmung bei den rund 600 begeisterten Besuchern aller Alters- und Gesellschaftsschichten.

Nachdem der Wettergott den Veranstaltern von "Kultur rockt Weizen" in den vergangenen Jahren mit Regen und Kälte übel mitgespielt hatte, konnten die Musikbegeisterten das erste Mal seit langem bei milden Temperaturen unter einem beeindruckenden Sternenhimmel feiern. Den Anfang machte die Metal-Band "Source of Silence" aus Eggingen. Nach 19 Jahren in der regionalen Szene, fiel es den Bandmitgliedern sichtlich schwer, ihr letztes Konzert vor der Auflösung zu geben. Frontmann Olli holte den früheren Sänger Pepe, der von 1993 bis 2003 bei der damals noch "Sin Nombre" genannten Band war, auf die Bühne. Gemeinsam gaben die beiden monumentale Metalhymnen zum Besten und ernteten hierfür stürmischen Applaus vom Publikum, welches mitsamt Kindern und Hunden zum Finale von "Source of Silence" gekommen war.

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Weiter ging’s mit "The Muppedz United" aus Weizen. Umringt von einer großen Fangemeinde rockten die fünf Musiker bei ihrem "Heimspiel" zu den punkigen und rockigen Klängen ihres Albums "Symphony of our darkest Days" und brachten die Fans zum Mitsingen und die Stimmung auf dem Rastplatz zum Kochen. Politisch wurde es im Anschluss mit der Nu Metal-Band "La Confianza" aus Bayern. Nach einer einleitenden Rede über die Definitionsfrage von Gut und Schlecht, bewiesen die Jungs enorme Power auf der Bühne. Besonders beeindruckend, wenn man bedenkt, dass die Band für das Querbeat am selben Tag aus Berlin angereist war und früh am nächsten Morgen schon zu ihrem nächsten Gig nach Österreich unterwegs war.

Einer der Höhepunkte des ersten Festivaltages war der Auftritt der "Locos Estúpidos" aus Gündelwangen. Kaum ein Besucher, den es nicht auf die Tanzfläche vor der Bühne zog. Die wilden Klänge, die die Band zum Besten gab, stammten von der spanischen Ska-Band "Ska-P" – Heroen in der Szene und angesichts dessen nicht verwunderlich, dass das begeisterte Publikum fleißig mitsang. Doch auch mit ihren eigenen Stücken konnten die Gündelwanger begeistern und ordentlich einheizen. Der Festivalsamstag startete mit harten Klängen der Hardcore-Combo "Septic Christ". Das stark verfremdete "It’s my Life"-Cover der Band Bon Jovi rundete den wilden Mix aus harten Gitarrenriffs und lauten Vocals ab. "Nordish by Nature" – so lautete der Schlachtruf, mit dem das Publikum immer wieder den Auftritt der Hamburger Band "Baltimore Gun Club" begleitete. Die sympathischen Hanseaten boten melodiösen "Vintage Rock" aus eigener Feder, ebenso wie Revoluzzer-Hymnen der Band "Ton Steine Scherben". Ein Hauch von großstädtischem Punk wehte beim Auftritt des Headliners, "The Bottrops" aus Berlin-Kreuzberg, über den Rastplatz. Das Publikum ließ sich vom bisweilen poppigen Deutsch-Punk der professionellen Musiker mitreißen. Da "The Bottrops" sich aus ehemaligen Mitgliedern der früheren Kultband "Terrorgruppe" zusammensetzen, gaben die Punks bekannte Stücke der populären Combo zum Besten und kamen damit sowie mit ihren frechen Sprüchen beim Querbeat-Publikum bestens an.

Das Finale des Open-Airs bestritten die "Sil’Oz" aus Schaffhausen, die die Besucher noch mal richtig zum Abtanzen brachten. Im Anschluss feierte das Publikum noch bis in die Morgenstunden, bis auch der letzte bunte VW-Bus und der letzte Alt-Rocker, Hippie oder Punk das Lagerfeuer am idyllisch gelegenen Festivalgelände verließ. "Aber nur bis zum nächsten Querbeat-Festival", so waren sich die gut gelaunten Besucher einig.

Autor: Daniela Rüde