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01. April 2016

Kunst

"Subject to Change": Sue Hayward im Georg-Scholz-Haus in Waldkirch

"Subject to Change": Sue Hayward im Georg-Scholz-Haus in Waldkirch.

  1. Porträtbild von Sue Hayward Foto: Pro

Wer bin ich – und, wenn ja, wie viele? Die Menschen in Sue Haywards Porträts scheinen eins und einig mit sich. Sie haben die Augenlider (oder gleich auch den Kopf) gesenkt und erwecken den Anschein, als hörten sie eher meditativ in sich hinein. Sie liegen auf dem Boden, den Arm über die Augen gelegt. Kehren uns den Rücken und gehen gelassen ihrer Wege. Oder sie blicken ruhig aus dem Bild: Nicht wir sind die Betrachter, jedenfalls nicht allein.

Im Jahr 1985 reiste die Australierin aus Studiengründen durch Europa und ließ sich dann in Berlin nieder. Im Waldkircher Georg-Scholz-Haus zeigt sie nun von Sonntag an ältere und neue Bilder aus Öl, Bienenwachs und Acryl; daneben etwa auch Objekte und Skulpturen aus Bronze, Gips und Wachs. "Subject to Change", übersetzt etwa: dem Wandel unterliegen, nennt sie die Schau. Wer weiß, vielleicht sind die Figuren ja nur an der Oberfläche eins mit sich...

Die neuen Bilder jedenfalls sind "doppelbödig". Durch eine transparente Gazefläche blickt man auf eine zweite Fläche mit einem auf Holz gemalten Gesicht oder einer Figur. Mit jeder Änderung von Betrachterposition und Lichteinfall verändert sich auch das Bild, das Gesicht, die menschliche Gestalt. Multiple Persönlichkeiten...
Termine: Georg-Scholz-Haus, Merklinstr. 19, Waldkirch. Bis 8. Mai, Fr, Sa 15-18 Uhr, So und Feiertage 11-16 Uhr

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Autor: fro