Anklage wegen Waffenhandels

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Von dpa

Do, 19. Mai 2016

Südwest

Fünf Ex-Mitarbeiter von Heckler & Koch vor Gericht.

STUTTGART (dpa). Ehemalige Mitarbeiter und Ex-Geschäftsführer des Oberndorfer Waffenherstellers Heckler & Koch müssen sich wegen illegaler Waffenlieferungen nach Mexiko vor Gericht verantworten. Das Landgericht Stuttgart hat die Anklage der Staatsanwaltschaft zugelassen. Die Hauptverhandlung werde aber wohl nicht mehr dieses Jahr beginnen, sagte eine Gerichtssprecherin.

Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten vor, in den Jahren 2006 bis 2009 an 16 Lieferungen von G-36-Sturmgewehren und Zubehörteilen nach Mexiko beteiligt gewesen zu sein. Die Anklage richtet sich gegen zwei ehemalige Geschäftsführer, zwei ehemalige Vertriebsleiter und eine Vertriebsmitarbeiterin. Gegen einen einst für die Firma in Mexiko tätigen Verkaufsrepräsentanten wurde das Verfahren mit Ausnahme einer Tat ebenfalls eröffnet. Die Waffen sollen mit ihrer Kenntnis in mexikanische Bundesstaaten geliefert worden sein, für die es keine Exportgenehmigungen gab. Sie hätten so gegen das Kriegswaffenkontroll- und Außenwirtschaftsgesetz verstoßen. Das Unternehmen hatte stets alle Schuld an den Vorgängen von sich gewiesen.