Heimattage 2018

Landespreise für Heimatforschung in Waldkirch verliehen

Sylvia Sredniawa

Von Sylvia Sredniawa

Do, 22. November 2018 um 19:10 Uhr

Südwest

Herausragende Leistungen der Heimatforschung wurden am Donnerstag in der diesjährigen Heimattage-Stadt Waldkirch mit Preisen gewürdigt.

Erstplatzierte für den Landespreis, der vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst in Zusammenarbeit mit dem Ausschuss für Heimatpflege verliehen wird, sind Werner Biggel, Ralf Bogen, Rainer Hoffschildt, William Schäfer und Claudia Weinschenk aus Stuttgart und Umgebung. Sie haben sich in einem mehrjährigen, ehrenamtlichen Forschungsprojekt mit den Biografien von Menschen im deutschen Südwesten beschäftigt, die wegen ihrer Liebe und Sexualität in der NS-Zeit ausgegrenzt und verfolgt worden. Sie haben dazu Akten von Gerichten, Gefängnissen und KZ’ studiert und Zeitzeugeninterviews geführt. Die Biografien sind jetzt auf einer interaktiven Landkarte auf http://www.der-liebe-wegen.de nachzulesen.

Weitere Preise gingen an Heimatforscher, die sich mit der Geschichte ihres Ortes, der Wasserversorgung, der Entwicklung eines Parks, dem Umgang mit dem Nationalsozialismus, Kirche im Dritten Reich und weiteren Themen beschäftigten. Verliehen wurden auch zwei Schüler- und ein Jugendförderpreis sowie mehrere Anerkennungspreise. Insgesamt waren unter den Preisträgern sowohl viele junge als auch ältere Menschen.

Einen Anerkennungspreis erhielten Kays Allgaier, Paul Lieb und Jakob Seidel von der Geschichts-AG des Kolleg St. Sebastian Stegen. Sie beschäftigten sich mit der Verfolgung einer jüdischen Familie aus Burg-Höfen im Dritten Reich.