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10. Juli 2012 10:06 Uhr

Landgericht Freiburg

Staatsanwalt fordert Haft für Ortenauer Neonazi

Drei Jahre Haft fordert die Staatsanwaltschaft im Prozess gegen den Ortenauer Neonazi Florian S. vor dem Landgericht Freiburg. Zwar habe dieser in Notwehr gehandelt, doch hätte er genauso gut fliehen können.

  1. Vor dem Landgericht Freiburg wird verhandelt. Foto: Ingo Schneider

Im Prozess gegen den Ortenauer Neonazi Florian S. vor dem Landgericht Freiburg hat die Staatsanwaltschaft in ihrem Plädoyer eine Haftstrafe von drei Jahren wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung gefordert. Für Staatsanwalt Florian Rink ist nach sieben Verhandlungstagen, der Vernehmung zahlreicher Zeugen und Sachverständiger erwiesen, dass der Angeklagte am Abend des 1. Oktober 2011 bei Riegel am Kaiserstuhl einen 22-jährigen Auszubildenden "mit bedingtem Tötungsvorsatz" angefahren habe.

Zwar sei er zweifelsfrei in eine Notwehrsituation geraten, als fünf vermummte und mit einer Flasche Pfefferspray bewaffnete Antifaschisten in "unfriedlicher Absicht" über die Straße auf den Parkplatz rannten. Doch der im Pkw wartende Schleuser hätte ohne Probleme nach rechts aus dem Parkplatz herausfahren und sich entfernen können. Stattdessen war er mit Vollgas in die Gruppe gefahren und habe damit den möglichen Tod eines Menschen billigend in Kauf genommen.

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Autor: Heinz Siebold


2 Kommentare

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Martin Mattmüller

Registriert seit: 13.02.2010

Kommentare: 2035

10. Juli 2012 - 22:51 Uhr

Wenn die Erkenntnisse des Gerichts zutreffend sind, ist eine Bestrafung des Rechtsradikalen tatsächlich angebracht.

Fragt sich nur, was mit den "fünf vermummten und mit einer Flasche Pfefferspray bewaffneten Antifaschisten" passiert, die in "unfriedlicher Absicht" über die Straße auf den Parkplatz rannten - auf den Neonazi zu.

[ed.]

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Bernice Bacheberle  

Bernice Bacheberle

Registriert seit: 27.02.2010

Kommentare: 2017

12. Juli 2012 - 10:17 Uhr

@Mattmüller:
Nazis muss man unter Umständen vermummt "begegnen", da sie einem sonst möglicherweise im Internet Mord androhen. Man kennt doch die Szene.
Nazis stellen dann Fotos und die komplette Adresse ins Netz, und irgend einer aus der rechten Szene macht denjenigen dann platt.
Es gibt nur ein Ziel:
Diese von Grund auf demokratiefeindlichen Elemente sollen verschwinden! Bei diesen intoleranten Typen hört die Toleranz auf.

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