Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

08. April 2011 17:28 Uhr

Bedienungsfehler

Störung im AKW Fessenheim – BUND weist auf erhöhte Strahlenwerte hin

Im französischen Atomkraftwerk Fessenheim hat es eine neue Panne gegeben. Jetzt berichtet der Bund für Umwelt und Naturschutz, dass Messstellen in Deutschland erhöhte Strahlung gemessen haben.

  1. AKW Fessenheim steht in der Kritik Foto: Hans-Peter Ziesmer

Nach einem Zwischenfall am vergangenen Wochenende im AKW Fessenheim hat BUND-Regionalgeschäftsführer Axel Mayer die Vermutung geäußert, dabei könne Radioaktivität ausgetreten sein. Messstellen des Bundesamtes für Strahlenschutz hätten am frühen Morgen des 4. April, also nach dem Vorfall, einen Anstieg der Strahlung gezeigt. Das Entweichen auch kleiner Mengen an Radioaktivität führe nach Ansicht vieler Experten zu erhöhtem Krebsrisiko, warnte Mayer.
Vom AKW Fessenheim war zunächst keine Stellungnahme zu bekommen. Auch waren in der Mitteilung vom Donnerstag Angaben über einen möglichen Anstieg der Radioaktivität in der Zone um Fessenheim nicht enthalten.

Das Regierungspräsidium Freiburg verwies auf Anfrage der Badischen Zeitung auf einen vergleichbaren Peak auch an zahlreichen anderen Messstationen im Bundesgebiet. Er vermutet als Ursache für den leichten Anstieg eine entsprechende Großwetterlage. Die Messungen hätten unterhalb der als bedenklich eingestuften Grenzwerte. Der Lagebericht, den das Bundesamt für Strahlenschutz neben die garfischen Messdaten stellt, enthält keinen auffälligen Befund.

Werbung


Am Samstag hatte es im AKW Fessenheim nach einer Reparatur in Block eins einen Bedienungsfehler gegeben. Der Reaktor wurde automatisch gestoppt und ist am Montag wieder ans Netz gegangen. Die AKW-Leitung stufte den Vorfall in ihrer Meldung an die Straßburger Atomaufsicht auf Stufe eins der internationalen Störfallskala ein.

Mehr zum Thema:

Autor: Bärbel Nückles