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19. Januar 2016 11:26 Uhr

Baden-Württemberg

SWR lädt AfD nicht zu TV-Runde vor Landtagswahl ein

Zu seiner "Elefantenrunde" am 10. März empfängt der SWR Winfried Kretschmann, Guido Wolf, Nils Schmid und Hans-Ulrich Rülke. AfD-Spitzenkandidat Jörg Meuthen wird erst danach interviewt.

  1. SWR-Intendant Peter Boudgoust hätte die AfD gern an der großen TV-Runde vor der Landtagswahl teilnehmen lassen. Foto: dpa

Dies hat der SWR am Vormittag entschieden und auf seiner Website mitgeteilt. Demnach diskutieren drei Tage vor der Landtagswahl die Spitzenkandidaten von Grünen, CDU, SPD und FDP im SWR-Studio, moderiert von Stephanie Haiber und Clemens Bratzler. Im Anschluss an diese Gesprächsrunde sendet der Südwestrundfunk Interviews mit Vertretern jener Parteien, denen Chancen zugerechnet werden, neu in die jeweiligen Landtage einzuziehen. "In Baden-Württemberg sind das Bernd Riexinger (Die Linke) und Jörg Meuthen (Alternative für Deutschland)", so der Sender.

Man habe mit "zusammengebissenen Zähnen" zur Kenntnis genommen, dass die Spitzenkandidaten der regierenden Parteien in beiden Ländern eine Teilnahme für den Fall abgesagt haben, dass die rechtspopulistische AfD mit am Tisch sitzt, sagte SWR-Intendant Peter Boudgoust am Dienstag in Stuttgart.

SWR sieht sich alternativlos

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Der Sender habe angesichts der von ihm für falsch gehaltenen Weigerung von SPD und Grünen keine Alternative gehabt, als deren Wunsch nachzukommen. Alles andere wäre eine Farce gewesen. "Wir machen es so, weil wir uns an zwei Grundsätzen zu orientieren haben - dem gesetzlichen Informationsauftrag und der Verpflichtung zur Chancengleichheit", erläuterte Boudgoust.

Die entscheidende Frage war bislang, ob neben den Spitzenkandidaten der Landtagsparteien auch ein Vertreter der rechtskonservativen Alternative für Deutschland (AfD) in der Elefantenrunde auftreten soll. Überlegungen des Senders, auch die AfD zu berücksichtigen, waren bei Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne)und SPD-Landeschef und Finanzminister Nils Schmid auf Ablehnung gestoßen. Sie wollten an einer solchen Runde nicht teilnehmen, hatten sie wissen lassen. CDU-Spitzenkandidat Guido Wolf dagegen wollte deswegen nicht absagen.

Auch in Rheinland-Pfalz keine AfD-Teilnahme

In Rheinland-Pfalz wird die AfD bei der TV-Debatte der Spitzenkandidaten vor der zeitgleichen Landtagswahl nicht dabei sein. Zur Sendung am 10. März hat der SWR die Spitzenkandidatinnen Malu Dreyer (SPD), Julia Klöckner (CDU) und Eveline Lemke (Bündnis 90/Die Grünen) eingeladen. Wie in Baden-Württemberg gibt es danach Einzelinterviews mit Kandidaten der anderen Parteien: Volker Wissing (FDP), Jochen Bülow (Die Linke) und Uwe Junge (Alternative für Deutschland).

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Autor: dad, lsw