Wolfsnachweise

Umweltministerium: Wolf hat Wild bei Freudenstadt gerissen

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mo, 18. Dezember 2017 um 15:47 Uhr

Südwest

Genetische Analysen haben laut Umweltministerium bestätigt, dass sich ein Wolf Ende November in der Nähe von Freudenstadt aufgehalten hat. Wo er jetzt ist, ist nicht bekannt.

Ein Wolf hat Ende November nördlich von Freudenstadt bei Simmersfeld und Anfang Dezember südwestlich von Freudenstadt bei Bad Rippoldsau-Schapbach Hirsche gerissen. Das habe die genetische Analyse von Proben ergeben, berichtet das Umweltministerium Baden-Württemberg. Das Senckenberg-Institut hat in dessen Auftrag die Proben, die von den gerissenen Tieren genommenen wurden, untersucht.

Den Riss bei Bad Rippoldsau-Schapbach habe nachweislich derselbe Wolf verursacht, der bereits am 26. November drei Schafe in der Nähe von Bad Wildbad gerissen hatte. Die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) geht derzeit davon aus, dass derselbe Wolf auch für den Rotwildriss bei Simmersfeld verantwortlich ist.



Über den gegenwärtigen Aufenthaltsort des Wolfs sei dem Umweltministerium nichts bekannt, heißt es in einer Pressemitteilung. Anfang Dezember wurden auch in Herrenberg-Haslach ein Reh und bei Bad Rippoldsau-Schapbach ein Sikahirsch gerissen. Ergebnisse dazu lägen allerdings noch nicht vor.

Der FVA werden regelmäßig Verdachtsfälle von Wolfssichtungen und Wolfsrissen gemeldet. Zum Teil lässt sich der Verdacht laut Umweltministerium mangels aussagekräftiger Fotos oder sonstiger Nachweise nicht bestätigen, in anderen Fällen konnte die FVA den Wolf sicher ausschließen. Häufig führen natürliche Ursachen wie Krankheiten zum Tod der Tiere, deren Kadaver anschließend von aasfressenden Tieren wie dem Fuchs gefressen werden. Auch wildernde Hunde kommen als Verursacher vor.

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