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07. Dezember 2017 15:16 Uhr

Schwarzwald

Verdacht bestätigt: Wolf hat Schafe bei Bad Wildbad gerissen

Nach einer Analyse der Speichelreste steht fest: Drei Schafe aus Bad Wildbad im Schwarzwald hat ein Wolf gerissen. Es soll es um einen Rüden aus einem Rudel in Niedersachsen handeln.

  1. Ein Wolf steht Ende November mit seiner Beute, einem Hahn, auf einer Wiese bei Bad Kreuzen in Österreich. (Symbolbild) Foto: dpa

Die drei bei Bad Wildbad im Kreis Calw gerissenen Schafe sind einem Wolf zum Opfer gefallen. Das ergab eine Analyse von Speichelresten, wie das Umweltministerium am Donnerstag in Stuttgart mitteilte. Bei dem Tier soll es sich um einen Rüden aus einem Rudel in Niedersachsen handeln. Die Schafe in Bad Wildbad waren am 26. November gerissen worden.

Nicht geklärt werden konnte, ob derselbe Wolf Anfang Oktober auch drei Lämmer bei Widdern im Kreis Heilbronn gerissen hat. Das gefundene Genmaterial wurde im Forschungsinstitut Senckenberg in Gelnhausen bei Frankfurt am Main analysiert.

In Freiburg wurden Risse an Rotwild, Hirsch und Reh gemeldet

Untersucht wird zudem, ob ein Wolf auch hinter zwei weiteren Rissen steckt. Der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt in Freiburg waren Risse von einem Rotwild, einem Sikahirsch und einem Rehs in der Nähe von Freudenstadt und bei Herrenberg im Kreis Böblingen gemeldet worden. Die Ergebnisse werden in einigen Tagen erwartet.

In Baden-Württemberg sind zuletzt vereinzelt Wölfe gesichtet worden. Für Aufsehen sorgt ein Fall, bei dem ein Wolf, der am 8. Juli erschossen im Schluchsee gefunden wurde.

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Waffen, mit denen der getötete Wolf vom Schluchsee erschossen worden sein könnte, hat die Polizei in den Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald und Waldshut-Tiengen sichergestellt. Das im Kadaver gefundene Geschossteil habe man einer bestimmten Langwaffe zuordnen können, sagte Polizeisprecherin Laura Riske auf Anfrage der BZ. Nach BZ-Informationen sind unter anderem in Schluchsee Waffen überprüft worden, die nun im kriminaltechnischen Institut untersucht werden.

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Autor: dpa, Susanne Gilg