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12. Februar 2009 18:51 Uhr
Fahndungserfolg in Zügen
Zoll fasst 13 Kokainschmuggler
Großer Schlag gegen Drogenhandel: In Zügen zwischen Freiburg und Basel haben Zoll und Polizei seit Mitte Dezember 13 Kokainkuriere festgenommen. Sie trugen Stoff im Wert von insgesamt 600.000 Euro in ihren Mägen.
Elf Kilogramm Kokain im Wert von 600 000 Euro haben Zollfahnder und Bundespolizei seit Mitte Dezember zwischen Freiburg und Basel sichergestellt. "Das ist eine wahre Drogenwelle", sagt Sabine Kukral vom zuständigen Zollfahndungsamt in Stuttgart. 13 Kokainschmuggler gingen den Ermittlern ins Netz. Die Kuriere aus Nigeria und der Dominikanischen Republik, darunter eine Frau, trugen das Rauschgift allesamt im Köper, in sogenannten Body-Packs. Die Beamten ließen die Verdächtigen röntgen und das Kokain unter ärztlicher Aufsicht ausscheiden.
Begonnen habe die Drogenwelle laut Kukral mit dem Schweizer Beitritt zum Schengen-Abkommen am 12. Dezember. "Nach den ersten Schmuggelfällen haben wir die Fahndung verstärkten", sagt sie. Kein Gepäck und zugleich viel Bargeld seien Anzeichen dafür, dass es sich um Schmuggler handele. Insgesamt beschlagnahmten Zoll und Polizei bei den Kokainkurieren Bargeld in Höhe von 3000 Euro, bei denen es sich wohl um vorgeschossenes Geld für die Kurierdienste handelt. Die Ermittler gehen davon aus, dass die festgenommenen Täter zwar für unterschiedlichen Drogenringe arbeiten, rechnen aber alle der westafrikanischen organisierten Kriminalität zu. Das Rauschgift stammt offenbar aus den Niederlanden.
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Abgeschreckt hätten die ersten Festnahmen nicht, sagt Kukral, denn der Schmuggel reiße nicht ab. Den jüngsten Ermittlungserfolg gab es am Samstagmorgen: Der Polizei fiel im Zug nach Basel in Höhe Weil am Rhein eine 29-jährige Nigerianerin auf, die Bodypacks mit Kokain nicht nur geschluckt, sondern auch vaginal eingeführt hatte. Für die Schmuggler sehr riskant: "Wenn ein Bobypack mit zehn Gramm Kokain im Magen oder Darm reißt, ist die Person in Lebensgefahr", sagt der Toxikologe Professor Bela Szabo von der Uniklinik Freiburg. "Manche Schmuggler tragen 150 Bobypacks ins sich, da ist das Risiko extrem hoch."
Autor: Arne Bensiek
