Ein temperamentvolles Projekt

Ingeborg Grziwa

Von Ingeborg Grziwa

Fr, 07. Juli 2017

Sulzburg

Beim afrikanischen Workshop in Sulzburg lernen die Teilnehmer Lieder, Tänze und Sprachen.

SULZBURG. "Monake diotlong ho silwa mabele" – zu Deutsch: "Hier ist der Platz, wo das Getreide gemahlen wird". Rund 40 Teilnehmer aus allen Altersgruppen waren am Wochenende der Einladung des Gesangvereins Sulzburg zu einem afrikanischen Workshop in die Schwarzwaldhalle gefolgt. Mit Begeisterung lernten die Gäste, in afrikanischen Sprachen Gospels und Alltagslieder zu singen und dabei zu tanzen und sich zu bewegen.

Organisiert wurde der Workshop vom Gesangverein Sulzburg auf Initiative von Bettina Karcher, die den Workshop als interessantes Projekt vorgeschlagen hatte, berichtete der Vorsitzende Josef Senft. Er sei überrascht, dass sich so viele Gäste angemeldet hätten, darunter auch Sängerinnen vom Neuenburger Frauenchor und frühere Projektsängerinnen. Was die Teilnehmer allerdings genau erwartete, wusste am Anfang niemand so genau. "Wir lassen uns einfach überraschen", erklärte Senft.

Gestaltet wurde der afrikanische Workshop von Eva Buckmann, Leiterin der Afrika-Chöre Mokolé und Mokoyaala in Heidelberg und Thabang Mokoena, Leiter des Lesedi Show Chores aus Ratanda , einem Stadtteil des südafrikanischen Heidelbergs. Ziel war es unter ihrer Anleitung südafrikanische Gospels und traditionelle Lieder in verschiedenen südafrikanischen Sprachen wie Zulu, Afrikaans, Xhosa oder Sesotho mit unterschiedlichen Choreographien Schritt für Schritt zu erlernen. "Am Ende des Workshops habt ihre alle der elf in Südafrika gesprochenen Sprachen gelernt", versprach Eva Buckamnn.

Unterstützt wurden die Leiter von Tshepo, Mojalefa, und Mpumeleo, die zusammen mit Thabang das Quartett Simuye bilden und seit fünf Wochen mit Eva Buckmann durch Deutschland touren. Eine kleine Kostprobe ihres Könnens gab es gleich zu Beginn des Workshops. Dann war aber auch schon Mitmachen angesagt. Die Teilnehmer stellten sich in einem großen Kreis auf und machten kleine Bewegungs- und Atemübungen. Mit Stimmübungen und "Mieau" ging es stimmlich immer höher hinaus.

Danach wurden die Teilnehmer nach Stimmlagen aufgeteilt. Eindeutig in der Minderheit waren hier Tenor und Bass. Im Tenor gab es nur einen Sänger, der allerdings durch die hervorragenden Stimmen der Südafrikaner unterstützt wurde. Unter der temperamentvollen Leitung von Thabang Mokoena sprang der Funke schnell über und die begeisterten Teilnehmer wurden immer lockerer. Ob "Freedom" oder "The Lion Sleeps Tonight" – der Workshop nahm an Fahrt auf.