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05. September 2016

Storchennest verändert Gassenfest

Neuer Veranstaltungsraum / Das traditionelle Teninger Fest war auch beim 23. Mal vom Wetter begünstigt.

  1. Der Fanfarenzug aus Heidelberg demonstrierte hohe Bläserkunst. Foto: KARLERNST LAUFFER

  2. Das DRK hat im Storchennest von Ulrike und Wolfgang Berke eine neue Gassenfestheimat gefunden Foto: Karlernst Lauffer

TENINGEN. Die Teninger sind überzeugt, dass Petrus einer der ihren sei, was er immer am Gassenfest beweise, wenn er schönes Wetter sende; so wieder am Wochenende, als alle 13 teilnehmenden Vereine für ihre Mühen durch sehr guten Besuch belohnt wurden. Viel Zustimmung verbuchten die Organisatoren Erika Gebhardt und Thomas Köbele zu dem Umzug des DRK aus dem Viktor- von- Scheffel- Schulhof in den Storchenhof.

Dadurch wurde auch mehr Platz geschaffen für das Kinderkarussell und die Kinder und deren Begleitpersonen. Diese Veränderung wurde möglich, weil die neuen Besitzer des 1500 Quadratmeter großen Bauernhofes an der Bahlinger Straße 25 diesen dem DRK zur Nutzung beim Gassenfest angeboten hatten, sodass dieser Verein eine neue Gassenfestheimat mit 400 Sitzplätzen gefunden hat. Ulrike und Wolfgang Berke, die in Euskirchen wohnten, haben ein bäuerliches Anwesen in der Gegend des Kaiserstuhls gesucht und im "infrastrukturmäßig sehr gut erschlossenen" Teningen gefunden. In den vergangenen zwei Jahren haben die beiden neuen Bürger das alte Bauernhaus so umgebaut, dass es außen ganz den traditionellen Stil erhält – selbst das alte Holz wurde wieder verwendet –, innen aber drei moderne Wohnungen geschaffen wurden, mit Aufzug. Die Teninger können sich freuen, haben doch die Berkes mietbare Veranstaltungsräumlichkeit mit Innenhof geschaffen und damit einen großen Mangel in Teningen beseitigt.

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Die Gassenfestprobe hat das "Storchennest" zusammen mit dem DRK jetzt bestanden. Es liegt an einer Stelle, wo auch am Freitag bei strahlendem Wetter, Punkt 18 Uhr, der Teninger Fanfarenzug mit Tambourmajor Fabian Kern das 23. Teninger Gassenfest ankündigte, das dann Bürgermeister Heinz- Rudolf Hagenacker mit dem Anstich des ersten Fasses Freibieres feierlich eröffnete. Das Gemeindeoberhaupt sprach von einer "tollen Tradition", die geschaffen worden sei durch den unermüdlichen Einsatz der Vereine. Auch die lokale Wirtschaft unterstütze dieses Fest.

Dank haben sich auch die Anwohner verdient, die während der Festtage und in der Vor- und Nachbereitungszeit viel Geduld und Verständnis aufbringen, sagte Hagenacker. Gerne unterstütze die Gemeinde das alle zwei Jahre stattfindende Fest durch Organisation des Buszubringerdienstes einschließlich finanziellem Zuschuss. Auch helfe der Bauhof beim Aufbau mit. Eine besondere Begrüßung hatte sich Hagenacker für die Gäste ausgedacht, die er mit einem vielstrophigen, stimmungsvollen Gedicht willkommen hieß. Ob’s daran lag – die Besucher strömten jedenfalls.

Bei seinem anschließenden Rundgang überzeugte sich der Bürgermeister nicht nur von der vielseitigen Speise- und Getränkekarte, er hob auch hervor, dass die Veranstalter immer für die Kinder etwas tun.

Autor: Karlernst Lauffer