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18. November 2016

Einblicke in die russische Seele

Musik und Literatur in Bubenbach führen in das Land von Tundra und Taiga.

  1. Die Sängerin Helena Goldt war beim russischen Abend in Bubenbach zu Gast. Foto: BRICHTA

EISENBACH (br). Zum russischen Abend hatte der Förderkreis Kreatives Eisenbach eingeladen – und viele Interessierte waren ins Haus des Gastes nach Bubenbach gekommen. Um dem Abend auch eine kulinarische Note zu geben, hatten mehrere Frauen russische Häppchen vorbereitet. Im Mittelpunkt aber stand die kasachisch-deutsche Sängerin Helena Goldt mit russischen Wurzeln.

Sie selbst bezeichnet ihren Stil als "Modern Archaic Voice": Von moderner Popmusik bis hin zur Klassik geht das Repertoire der Sopranistin, deren stimmliches Spektrum Tonumfänge abdeckt, die für eine ausgezeichnete Ausbildung der Sängerin sprechen. Dass sie auch zusammen mit dem Sinfonieorchester Kaliningrad auftritt, ist ebenso ein Beweis für ihre Musikalität. Begleitet wurde sie von Konstantine Margaritis, einem griechischen Gitarristen, der einfühlsam agierte.

Größtenteils waren es russische, von viel Melancholie geprägte Melodien, die zu Gehör gebracht wurden. Doch auch Stücke aus aller Welt gehörten zum Programm. Zwischen den Titeln las Merle Hilbk, die ehemalige Dorfschreiberin und mittlerweile in Bubenbach lebende Autorin, aus ihrem Roman "Das schönste Dorf am schönsten Fluss der Erde". Dass auch Hilbk russische Wurzeln hat, beschreibt sie in ihrem Buch. Dabei bezeichnet sie die Vorgänge und Rückblicke als fiktive Darstellungen, die gut nachrecherchiert sind und die sie zu einem Roman zusammengefasst hat. Der Abend endete mit dem Welthit "Those were the days", einem Schlager, der durch Mary Hopkin 1968 das russische Lied "Dorogoi dlinnoju” weltbekannt gemacht hat. Helena Goldt sang – und ebenso das Publikum.

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Autor: hbr