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17. März 2010 16:53 Uhr

Nach dreistem Betrug

Flucht endet vor dem Höllental

Polizisten des Reviers Titisee-Neustadt haben sich für einen flüchtigen Trickbetrüger und dessen Komplizen als zu hohe Hürde erwiesen.

TITISEE-NEUSTADT. Die Männer betraten am Dienstag gegen 16 Uhr ein Autohaus in Konstanz, und einer von ihnen kaufte ein Scheibenreinigungsmittel. Als er an der Information bezahlte, befand sich dort die Geldmappe mit den Tageseinnahmen. Er bat die Angestellte, ihm zwei 50-Euro-Scheine in einen Hunderter mit einer bestimmten Endnummer zu wechseln – der Schein fand sich. Dann fragte er nach einem 500-er mit einer dreistelligen Endnummernkombination. Während die Angestellte ein Bündel 500-er aus der Mappe nahm und durchschauen wollte, entriss ihr der Mann die 20 000 Euro und flüchtete mit seinem Begleiter.

Der schwarze Peugeot mit französischem Kennzeichen wurde in einer Fahndung auf der B 33 nahe dem Autobahnkreuz Hegau gesichtet, allerdings in der Gegenfahrtrichtung. Wenden und Verfolgen blieb ohne Erfolg, eine Kontrollstelle bei Geisingen nützte nichts. Auch der Einsatz eines Hubschraubers entlang der A 81 brachte zunächst keinen Aufschluss. Erst gegen 17.30 Uhr wurde aus der Luft das Fluchtauto auf der B 31 bei Titisee-Neustadt Freiburg entdeckt. Das Revier zog rasch vier Streifen zusammen, die den Wagen verfolgten und per Straßensperre am Eingang zum Höllental stoppten. Die 40 und 44 Jahre alten Verdächtigen aus Frankreich ließen sich widerstandslos festnehmen. Laut Ermittlungen hat der 40-Jährige mit dem gleichen Trick schon mehrfach größere Geldbeträge ergaunert, vor allem in Bayern und in der Schweiz. Gegen ihn lagen ein Abschiebungshaftbefehl und Haftanträge vor.

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Autor: pes