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28. Januar 2016

Geld für die guten Taten

Lions Club vergibt die Preise für gemeinnützige Projekte im Hochschwarzwald und Anerkennung für alle Teilnehmer.

  1. Auf so viele Gewinner verteilen sich die beiden symbolischen Schecks. Foto: Peter Stellmach

TITISEE-NEUSTADT. Die Gewinner waren – nun ja, einigermaßen geplättet. Der Vorstand des Kinderhospizdiensts Kuckucksnest in Lenzkirch hatte ebensowenig damit gerechnet, dass sie beim Lions-Wettbewerb der gemeinnützigen Projekte gewinnen, wie die Vorsitzende des Träger- und Fördervereins Jugend in Neustadt, Alexandra Walter. Sie können jetzt 2500 und 2000 Euro für ihre Vorhaben planen, Geld, das sie ihren Zielen einen Schritt näherbringt. Die Kaffee-Kleiderstube erhält 1500 Euro.

Gemeinsam mit Vertretern der sieben nächstplatzierten und auch mit einem Preisgeld dotierten Projekte waren sie am Dienstagabend zur Feier in die Münstersäle im Pfarramt eingeladen.

Die Lenzkircher haben jetzt mehr als 20 000 Euro zusammen für die Ausbildung von acht Kräften, damit sie für Kinder mit lebensverkürzenden Krankheiten und deren Eltern Zeit und Zuwendung einbringen können. Es geht nicht um Pflege. Die Ausbildung e soll dieses Jahr beginnen, 160 Stunden dauert der Kurs. Ausdrücklich versteht man sich nicht als Konkurrenz zu anderen Institutionen, wie Barbara Meyer, Michaela Maria Kösler, Andrea Saier und Florian Schlosser sagen. Im Gegenteil, die Vernetzung aller mit dem Thema befassten Stellen sei wichtig. Die Frage, ob – wenn man es so formulieren möchte – ein "Bedarf" für diese Hilfe besteht, bejahen die Engagierten: Kösler sind drei Familien bekannt, und sie ist sicher, dass weitere Familien aus ihrer Zurückhaltung finden werden, wenn sie davon erfahren, dass das Angebot besteht.

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Alexandra Walter freut sich über die 2000 Euro, weil sich der Verein zum Ziel gesetzt hat, zusätzlich zur Finanzierung durch die Stadt möglichst viel Eigenleistung zu erbringen. Dafür ist er auf Spenden angewiesen, und da sind die 2000 Euro ein erklecklicher Beitrag.

Lions-Präsident Peter Kempf und Andreas Hofmeier stellten das wohltätige Engagement der Lions im allgemeinen und mit der Aktion Adventskalender vor. Ersteres reicht von der Spende von acht Defibrillatoren an zentralen Orten in Titisee-Neustadt über einen Zuschuss für ein Einsatzfahrzeug des Roten Kreuzes hin zu einer Spende für die Bergwacht.

Die Werbung bringt Interesse und Zulauf

Die Aktion Adventskalender hat in ihrer zweiten Auflage die Teilnahme bei der Premiere übertroffen. 16 Projekte waren es im vergangenen Jahr, drei davon waren Preisträger, die übrigen erhielten einen Trostpreis. 28 Projekte waren es diesmal, außer den drei Spitzenrängen wurden die Flüchtlingshilfe Löffingen (1000 Euro) und das Timeout-Projekt für Jugendliche in Breitnau (500 Euro) bedacht. Alle weiteren bis einschließlich Platz zehn erhielten je 250 Euro: Seniorenbegegnungsstätte in Neustadt, Helferkreis Sozialstation, FC Lenzkirch, Soziales Netz Rötenbach und Tierschutzverein Hochschwarzwald.

Die übrigen 18 Teilnehmer mögen, was das Preisgeld angeht, leer ausgegangen sein. Freuen dürfe sie sich dennoch, denn es bleibt die Anerkennung für ihr Wirken. Und, wie Hofmeier ausführte, durch die Artikel in der Badischen Zeitung so viel Aufmerksamkeit, dass sie sich über Interesse und Zulauf freuen dürfen. Die Lions sind zufrieden mit dem Verlauf des Wettbewerbs, weil sie so viele Teilnehmer aus dem Hochschwarzwald hatten, die "bunt gemischt" tätig sind. Sein Dank ging an die Spender der Sachpreise sowie aus dem eigenen Club für die aufwendige Organisation an die Adresse von Werner Storz, Inge Hofmeier, Walter Zähringer, Lothar Walleser.

Autor: Peter Stellmach