Nach Unwetter

Höllentalbahn zwischen Neustadt und Löffingen bis 24. Januar gesperrt

bz, dpa, aktualisiert um 14.40 Uhr

Von BZ-Redaktion, dpa & aktualisiert um 14.40 Uhr

Mo, 08. Januar 2018 um 14:40 Uhr

Titisee-Neustadt

Fünf Tage nach Sturmtief Burglind sind in Baden-Württemberg weiterhin Bahnstrecken gesperrt. Betroffen davon ist ein Abschnitt der Höllentalbahn und die Dreiseenbahn.

Die Lage in den von Unwetter und Hochwasser im Südwesten betroffenen Gebieten entspannt sich zusehends. "Die Pegelstände fallen allerorten", sagte am Montag ein Sprecher der Hochwasser-Vorhersage-Zentrale (HVZ) Baden-Württemberg. Auch der Deutsche Wetterdienst gibt für die kommenden Tage Entwarnung: "Es bleibt überwiegend trocken."

Wegen Hangrutsch und Gleisunterspülung nach Unwetter Burglind auf der Strecke zwischen Neustadt und Löffingen bleibt dieser Abschnitt der Höllentalbahn bis mindestens Mittwoch, 24. Januar 2018, gesperrt. Das gab die Deutsche Bahn am Montagnachmittag bekannt.

Außerdem betroffen sei die Dreiseenbahn zwischen Titisee und Seebrugg. Hier dürften voraussichtlich bis Mittwochabend keine Züge fahren. Auf allen betroffenen Strecken hat die Bahn einen Schienenersatzverkehr eingerichtet. Wegen einer Oberleitungsstörung ruht bis etwa 17 Uhr am Montagabend noch der Betrieb auf einer Nebenstrecke der Gäubahn zwischen Freudenstadt und Eutingen im Gäu. Betroffen sind täglich mehr als 1000 Reisende, die nun mit Bussen zum Ziel kommen.
Die Deutsche Bahn empfiehlt Fahrgästen, sich mittels Echtzeitinformationen in der Reiseauskunft auf http://www.bahn.de www.bahn.de/aktuell und in der DB Navigator-App über die aktuellen Reiseverbindungen zu informieren.

Aufräumen heißt es noch immer in Teilen des Landkreises Waldshut: So müssen in St. Blasien, wo ein Erdrutsch einen Großalarm ausgelöst hatte, unterspülte Straßen repariert und Gärten sowie Wege von Geröll befreit werden. Zahlreiche Waldwege in der Gegend dürften nach Angaben der Gemeinde noch über Wochen gesperrt bleiben. Das Ausmaß des Schadens wird derzeit ermittelt; es dürfte aber mindestens im sechsstelligen Bereich liegen, schätzte eine Sprecherin.

In Schönau im Schwarzwald müssen die Bewohner bis auf weiteres das Trinkwasser abkochen. Es ist mit Kolibakterien verschmutzt, weil der Fluss Wiese über die Ufer getreten ist. Dies ist der zweite Fall in dem Ort binnen weniger Monate: Im November war ebenfalls nach einem Hochwasser vor verunreinigtem Trinkwasser gewarnt worden. Kolibakterien können vor allem bei immunschwachen Menschen zu Durchfall führen. Das Trinkwasser wird nun mit Chlor versetzt.

Pegelstände fallen

Indessen fallen überall im Land die Pegelstände. So wurde für den späteren Montagnachmittag am Rhein-Pegel bei Karlsruhe-Maxau ein Unterschreiten des für die Schifffahrt relevanten Wasserstandes von 7,50 Metern erwartet. Wenn dies der Fall ist, dürfen zwischen Iffezheim und Germersheim wieder Schiffe fahren. Der Schiffsverkehr wird über diesem Wert eingestellt, unter anderem, um vom Hochwasser aufgeweichte Dämme nicht noch durch Wellenschlag zu belasten. Um 13 Uhr wurden am Montag bei Maxau 7,57 Meter gemessen.

Nach dem Dauerregen der vergangenen Tage wird es laut Wetterdienst bis Ende der Woche überwiegend bewölkt und neblig sein, aber meist trocken. Die Meteorologen erwarten lediglich ab und zu leichten Sprühregen. Dabei soll es bei Temperaturen bis zu elf Grad zur Wochenmitte relativ mild sein. Erst am Wochenende droht wieder Frost und damit Straßenglätte.

Mehr zum Thema: