Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

07. März 2012

Liftprobelauf mit einer Cego-Nacht

Schwärzenbach feiert das 40-jährige Bestehen des Skiliftes / Die Wiederinbetriebnahme stärkt die Dorfgemeinschaft.

  1. Die Festgemeinde gratuliert in Schwärzenbach (von links): Alt-Stadtbaumeister Gustav-Adolf Haas, Karlfred Höfler, Stadträtin Barbara Müller, Stadtrat Wilfried Waldvogel, Ernst Kleiser, Lothar Winterhalder, Wilhelm Knöpfle, Gerson Wilde, Günter Paul, Alt-Bürgermeister Martin Lindler, Erich Kreuz und Vorstand Ralf Grünsteidl. Foto: Hermann Janßen

TITISEE-NEUSTADT. Passable Wintersportverhältnisse und strahlender Sonnenschein herrschten in Schwärzenbach, als der Förderverein das 40-jährige Bestehen des Ahorn-Skiliftes beging.

Entsprechend groß war auch die Gratulantenschar mit den Gemeinderätinnen Inge Hofmeier und Barbara Müller sowie den Ratsmitgliedern Markus Schlegel, Claus-Peter Wolf, Hermann Faller und dem Schwärzenbacher Stadtrat Wilfried Waldvogel, der die Grüße von Bürgermeister Armin Hinterseh überbrachte.

Gekommen waren auch Altbürgermeister Martin Lindler und Alt-Stadtbaumeister Gustav-Adolf Haas. Später gesellte sich Bürgermeister Alexander Kuckes aus der Nachbargemeinde Eisenbach hinzu. In seiner Begrüßung ging der Vorsitzende des Fördervereins Skilift Schwärzenbach, Ralf Grünsteidl, kurz auf die Liftgeschichte ein und wies darauf hin, dass die Inbetriebnahme wegen unzureichender Schneeverhältnisse erst im Januar 1973 erfolgen konnte, der Aufbau allerdings schon im Herbst 1972. Die Einrichtung der Liftkonstruktion war Sache des Stadtbauamtes, während die Firma Doppelmayr als Fachunternehmen die Arbeiten beaufsichtigte. Männer der ersten Stunde waren dabei Lothar Winterhalder, Wilhelm Knöpfle, Erich Kreuz, Ernst Kleiser und Karlfred Höfler aus Schwärzenbach, die nach Fertigstellung des Liftes einen Tag und eine Nacht im oberen Lifthäuschen mit Cegospielen zubringen mussten, weil ein Dauerprobelauf von 24 Stunden unter Aufsicht vorgeschrieben war. Die Bügel brauchten noch nicht montiert zu werden, was die Alt-Ahornwirtin, die das Geschehen durchs Küchenfenster beobachtete, zu der Bemerkung "da hänge de Litt aber hoch" veranlasste. Grünsteidl dankte der Stadt Titisee-Neustadt für die Bereitstellung der Anschubfinanzierung von 20000 Euro nach Wiederinbetriebnahme durch den Förderverein.

Werbung


Gustav-Adolf Haas erinnerte an den Fusionsvertrag vom 1. September 1971, der die Stadt verpflichtete, den Schwärzenbacher Fremdenverkehr intensiv zu fördern und einen Skilift zu erstellen und zu unterhalten. Von der Absicht der noch eigenständigen Gemeinde Schwärzenbach, einen Kleinlift für 18500 Mark zu bauen, habe man auf seinen und Bürgermeister Hans Gallingers Rat Abstand genommen und eine Schleppliftanlage für 56600 Mark installiert.

Hervorgehoben wurde auch der touristische Stellenwert des Ahorn-Skiliftes. Mit den übrigen Infrastruktureinrichtungen wie Panoramaspur Hochebene, Loipenhaus, Rodelbahnen, Wassertretstelle und Kinderspielplatz hätte dieser mit dazu beigetragen, die Übernachtungen um mehr als 30 Prozent in den vergangenen zehn Jahren zu steigern. Zudem habe die Eigeninitiative zur Wiederinbetriebnahme des Liftes zum Winter 2010 die Gemeinschaft der Schwärzenbacher gestärkt. Dem schloss sich Alt-Ahornwirt Wilhelm Knöpfle an, der das zum Festabschluss von Erich Kreuz gezündete Höhenfeuerwerk finanzierte.

Autor: Herman Janßen