Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

05. Juni 2015

SPD kündigt Kampf gegen Verkehrslärm an

Bürgerstammtisch diskutiert kommunalpolitische Themen.

TITISEE-NEUSTADT (pes). Die SPD in Titisee-Neustadt will den Kampf gegen den Lärm von der Bundesstraße erneut aufnehmen. Das ist ein Ergebnis eines Bürgerstammtischs, zu dem Ortsverein und Gemeinderatsfraktion ins "Jägerhaus" geladen hatten. Man werde einen neuen Vorstoß bei der Stadtverwaltung unternehmen, damit das Thema behandelt wird, aber auch die Bundestagsabgeordnete Rita Schwarzelühr-Sutter um Unterstützung bitten, kündigt Sandra Uecker an. Nicht zuletzt wolle man die anstehende Landtagswahl nutzen, um Rückhalt zu finden für die Forderung nach einem verbesserten Lärmschutz für Neustadt.

Mehrere Teilnehmer des Bürgerstammtischs hätten, wie es in einer Mitteilung der SPD heißt, den erheblich stärker gewordenen Lärm beklagt, der besonders vom nächtlichen Schwerverkehr herrühre und bis nach Rudenberg zu hören sei. Die Forderung nach einer Lastwagenmaut für Bundesstraßen wurde laut in der Hoffnung, den Schwerverkehr wieder auf die Autobahn zu lenken. Die bestehenden Lärmschutzwände sollen überprüft werden, auch wurde angeregt, ein neues Lärmgutachten zu beauftragen.

Werbung


In die Diskussion um Windkraftanlagen rund um Neustadt will die SPD mit einer eigenen Veranstaltung Aufhellung bringen. Geplant ist eine Podiumsdiskussion, voraussichtlich am 5. Oktober im Kurhaus Titisee, mit dem SPD-Landtagsabgeordneten Johannes Laufer, einem Experten für erneuerbare Energien. Dass es in der Sache zu spät sein könnte, weil bis 31. Juli die Offenlage des Entwurfs für den Flächennutzungsplan abgeschlossen sein soll, glaubt Sandra Uecker nicht.

Experte soll frischen Wind zur Windkraft bringen

Am Bürgerstammtisch wurden laut SPD-Mitteilung Zweifel laut am Wert der vorliegenden Windkraftstudie, da sie negative Auswirkungen für den Tourismus behaupte. Die SPD hat noch niemanden sagen hören, er fahre wegen der Windräder nicht an die Nordsee, und auch den Gastronomen im Simonswäldertal seien solche Bedenken fremd. Die Energiewende könne nicht nach dem Floriansprinzip erfolgen, heißt es weiter, und wenn es um die Gefahren der Atomkraft gehe, höre man nichts von den Windkraftgegnern. Ein Ausbau der Wasserkraft sei mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden. Sandra Uecker betont die positive Haltung zur Windkraft, sofern es sich um einen ertragreichen Standort handelt.

Die Vorsitzende begrüßt die Bemühungen um eine Gemeinschaftsschule für Titisee-Neustadt und Lenzkirch. Nach einigen Irritationen sei man nun auf dem richtigen Weg. Auf den Hinweis, dass es in Titisee häufig zu illegalen Gleisüberquerungen komme, sagte Markus Schlegel, die Bahnunterführung sei eine SPD-Forderung; den Umbau der Höllentalbahn müsse man nutzen, um diese Gefahrenstelle zu beseitigen. Das Badeparadies und Testo sollten eingebunden werden.

Sandra Uecker zeigt sich zufrieden mit dem Verlauf des Bürgerstammtischs. Es war der erste nach einer Pause von rund fünf Jahren. Die Genossen möchten so versuchen, Bürger stärker für die Kommunalpolitik zu interessieren. Die nächste Gelegenheit bietet sich am 23. Juli.

Autor: pes