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13. Februar 2016

Titiseer beweisen ein Herz für Kinder

Schwarzwaldverein unterstützt mit Interesse und Geld den Kinderhospizdienst Kuckucksnest.

  1. 400 Euro spendete die Ortsgruppe Titisee im Schwarzwaldverein dem Ambulanten Kinderhospizdienst Kuckucksnest Lenzkirch (von links): Andrea Saier, August Fürderer und Waltraud Kleiser vom Schwarzwaldverein und Barbara Meyer vom Kuckucksnest. Foto: Monika Hofmeier

TITISEE-NEUSTADT. Auf einmal ist alles ganz anders – ein Kind wird lebensbedrohlich krank und die ganze Familie gerät durch die enorme Belastung schnell an ihre Grenzen. Da ist es gut, dass es Menschen gibt, die sich um die Anliegen der kranken Kinder und ihrer Familien kümmern, wie die ehrenamtlich engagierten Mitglieder vom Ambulanten Kinderhospizdienst Kuckucksnest Lenzkirch. Der seit Januar 2015 eingetragene, gemeinnützig anerkannte Verein ist noch im Aufbau und auf Spenden für die Ausbildung der ehrenamtlich tätigen Mitarbeiter angewiesen. So war die Freude groß, als die Ortsgruppe Titisee im Schwarzwaldverein den gemeinnützigen Verein mit einem Scheck in Höhe von 400 Euro überraschte. Diese Summe wurde während der Adventsfeier gesammelt.

"Wir sind sehr dankbar, denn wir hoffen, dass noch in diesem Jahr ehrenamtliche Mitarbeiter ihre 160 Stunden umfassende Ausbildung beenden und wir unsere Arbeit aufnehmen können", freuten sich die Vorstandsmitglied Barbara Meyer, Andrea Saier und Michaela Kösler bei der Spendenübergabe. Mit der Diagnosestellung kümmern sich die Ehrenamtlichen um die erkrankten Kinder, Geschwister und Eltern und dies oft über Jahre. Der ambulante Kinderhospizdienst ist jedoch nicht für die Pflege zuständig, sondern für das Alltägliche, für das die Familien meist keine Zeit mehr haben. Mal ein Schwimmbadbesuch mit den Geschwisterkindern, die gezwungenermaßen oft zu kurz kommen oder ein Fahrdienst, Zeit für ein Gespräch, eine Beratung oder einfach mal zuhören, die Palette an Unterstützung ist groß und zudem kostenlos. Die Pflege und Sorge um das schwerkranke Kind hat oft zur Folge, dass das Zusammenleben innerhalb der Familie leidet und sich gesunde Geschwisterkinder oft zurückgesetzt fühlen. Auch Karriere und Beruf haben plötzlich eine andere Priorität, dadurch können Familien in finanzielle Engpässe geraten.

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Gemeinsam und in der häuslichen Umgebung besprechen die engagierten Mitarbeiter mit der Familie die Möglichkeiten zur Hilfe und Unterstützung. Die ausgebildeten Ehrenamtlichen kümmern sich dann regelmäßig um die Familien und gehen auf deren Interessen und Bedürfnisse ein, auch in der Trauerbegleitung gibt es geschulte Mitarbeiter. Die Kinderhospizarbeit hat das Ziel, die Lebensqualität der betroffenen Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, sowie deren Familien zu verbessern.

Wer die Kinderhospizarbeit durch Mitarbeit oder finanziell unterstützen möchte, erfährt mehr bei Michaela Kösler, Tel. 07653/960100 http://www.kinderhospizdienst-kuckucksnest.de


Autor: Monika Hofmeier