Neue vierbeinige Mitbewohner in der Eulengruppe

Lena Roser

Von Lena Roser

Mo, 13. August 2018

Umkirch

Vier Zwergziegen gehören nun zur Kita-Naturgruppe in Umkirch / Kinder, Erzieher, Eltern und Bauhofmitarbeiter sollen sich kümmern.

UMKIRCH. Mit Tieren lernen und leben, das können die Kinder der Eulengruppe in Umkirch. Nun hat die tiergestützte Naturgruppe der Kindertagesstätte Zuwachs bekommen: Vier Ziegen begleiten die Kinder von nun an durch ihre Kindergarten-Zeit. Seit Ende Juli können drei Geißen und ein Bock sich an ihr neues Zuhause im Heuele-Wald gewöhnen. Für sie wurde in den vergangenen Wochen vom Bauhof Umkirch ein Stall direkt neben dem Bauwagen der Eulengruppe umgebaut und ein Außenbereich errichtet. Bei der offiziellen Übergabe der Ziegen stellte Kita-Leiterin Beate Rupp-Kappler die Vierbeiner vor. Es handle sich um Zwergziegen des Mundenhofs, die im Februar geboren wurden. Vier Geschwister seien es. Diese seien durch den Mundenhof bereits an Kinder gewöhnt, erklärte Rupp-Kappler.

Bürgermeister Walter Laub freute sich, dass jener lang gehegte Wunsch nun verwirklicht werden konnte. Zu Beginn sei im Gemeinderat die Sorge aufgekommen, dass die Versorgung der Tiere in den Ferien nicht gestemmt werden könnte. Doch durch das große Engagement auf allen Seiten sei dies nun unbegründet.

Die Kooperation zwischen Eltern und Erziehern ist seit Gründung der Gruppe im September 2016 ein fester Bestandteil des Konzeptes. Es gibt einen Plan, in dem eingeteilt wird, wer in der Ferienzeit sowie am Wochenende für die Versorgung der Tiere verantwortlich ist, erklärte Erzieherin Kathrin Wöhrle. Sie leitet gemeinsam mit Natali Schwarzkopf die Eulengruppe.

Bisher hat der Versorgungsplan allein den Hühnern gegolten, die seit anderthalb Jahren zur Naturgruppe gehören und nun neben den Ziegen im Stall wohnen. Jedes Kind habe eine Woche lang Hühnerdienst, so Wöhrle. Dabei ist es für die Versorgung der Tiere verantwortlich und das nicht nur unter der Woche, sondern auch am Wochenende. Am Konzept, wie die Versorgung der Ziegen genau geregelt werden soll, arbeitet das Team momentan noch. Der Aufwand sei hierbei natürlich größer als bei den Hühnern, erklärte Wöhrle. Unterstützung findet die Naturgruppe weiterhin beim Bauhof Umkirch. Ein Mitarbeiter hat sich dazu bereit erklärt, den Mist der Tiere abzuholen und Stroh und Heu zu bringen.

Ideen, wie die Ziegen in den Alltag der Kinder integriert werden, haben die Erzieherinnen einige. "Nachdem die Kinder gefrühstückt haben, sind die Tiere an der Reihe. Wir suchen gemeinsam Futter aus dem Wald, zum Beispiel Zweige", erklärte Wöhrle. Mit den Tieren soll im Wald spaziert werden, auch von einer Ziegenkutsche war bei der Veranstaltung die Rede. Zudem werden die 20 Kinder der Gruppe auch gut mit der Versorgung der Tiere beschäftigt sein, zu der auch ein- bis zweimal in der Woche das Ausmisten des Stalles gehört.

Die Integration der Hühner ist jedenfalls schon einmal gelungen. Während der Öffnungszeit der Eulengruppe dürfen sie frei herumlaufen. Und mit den gelegten Eiern backen und kochen die Kinder mit ihren Erziehern. Wie genau Ziegen in einen Kindergarten-Alltag integriert werden können, werden die nächsten 15 Jahre zeigen. Denn im Idealfall sollen die Tiere hier ihr gesamtes Leben verbringen.