Trommeln für das Roteux-Quartier

Herbert Geisler

Von Herbert Geisler

Di, 02. Oktober 2018

Vörstetten

Der Verein Vörstetter Miteinander und die Caritas möchten einen lebendigen Treffpunkt schaffen.

VÖRSTETTEN. Im Dezember soll die erste Wohngruppe im Roteux-Quartier einziehen und idealerweise vom ersten Tag an dort die Idee eines lebendigen und vielfältigen Austausches verwirklicht werden: Das Roteux-Quartier als Treffpunkt und Anlaufstelle engagierter Menschen soll sich positiv auf das Gemeinwesen der Kommune auswirken. Darüber informierten der Verein Vörstetter Miteinander und Caritas-Mitarbeiterinnen die Bürger.

Damit sich die Bewohner von Anfang an in ihrem neuen Zuhause wohlfühlen, wollen der Verein Vörstetter Miteinander und der Caritasverband für den Landkreis Emmendingen möglichst viele Bürger ermutigen, sich ehrenamtlich zu engagieren. In der neuen Pflegeeinrichtung soll dadurch den Bewohnern ungeachtet körperlicher oder geistiger Einschränkungen die Teilnahme am dörflichen Leben ermöglicht werden.

"Für jede Stunde

geschenkter Zeit

sind wir dankbar."

Birgitt Reisenweber
8000 Euro aus der jährlich stattfindenden Caritas-Sammlung der Erzdiözese Freiburg wurden zur Verfügung gestellt, um dem gemeinsamen Engagement zusätzlich Schwung zu verleihen. Diözesan-Caritasdirektorin Mathea Schneider überbrachte den Betrag gemeinsam mit Birgitt Reisenweber, Leiterin Soziale Dienste des Caritasverbandes für den Landkreis Emmendingen. Mit im Gepäck hatten sie Informationen und Inspirationen, die aus Erfahrungen in der Arbeit mit Ehrenamtlichen resultieren. "Ein Gemeinwesen kann nur funktionieren, wenn es aus dem Engagement vor Ort Leben gewinnt", sagte Schneider, "das wollen wir vonseiten der Caritas auch hier fördern". Das Vörstetter Miteinander habe sich seit Langem dafür eingesetzt, bürgerschaftliches Engagement im Ort und für den Ort zu initiieren, das solle durch den Zuschuss nun eine ergänzende Wertschätzung erfahren.

Für die Betreuung älterer Menschen im Roteux-Quartier haben sich Caritas und das Vörstetter Miteinander zusammengetan. Ihre gemeinsame Frage ist nun: "Wie können wir Vörstetter Bürger gewinnen, die mitmachen möchten? Noch haben wir die Trommel dafür nicht geschlagen, aber bald wird sie ertönen."

"Für jede Stunde geschenkter Zeit sind wir dankbar", unterstrich Reisenweber und veranschaulichte das am Wirken von Menschen in Emmendingen: "Manche helfen einmal im Monat, andere regelmäßig eine Stunde pro Woche, wieder andere sagen: ‚Ruft mich, wenn ihr mal für ein Fest oder einen Ausflug Unterstützung braucht!‘.

Die zeitlichen Möglichkeiten sind so vielfältig wie die konkrete Hilfe, bei der es sich vom Begleiten beim Spaziergang über Musikmachen bis hin zur Lesung um alles Mögliche handeln kann.

Das ist auch der Grund, warum die geplante Info-Veranstaltung interaktiv ausgerichtet ist: Man will auch erfahren, welche Kompetenzen hilfsbereite Menschen einbringen können, und vermitteln, welche Interessen die Bewohner voraussichtlich haben.

Dabei hob Reisenweber hervor: "Die Pflege ist komplett abgedeckt, die machen Hauptamtliche." Aber ergänzende und belebende Unterstützung sei sehr willkommen – das Roteux-Quartier beherberge ja nicht zuletzt die Begegnungsstätte, die allen Menschen der Gemeinde offenstehe.

Info: Gemeinsam mit der künftigen Hauswirtschafts- und der Wohnbereichsleitung des Roteux-Quartiers wird es eine Infoveranstaltung am Dienstag, 23. Oktober, 18.30 Uhr, im Bürgersaal des Rathauses geben für alle Interessierten, die mehr über die Entwicklung dieses Quartiers wissen wollen und sich ehrenamtlich einbringen möchten.