Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

10. August 2008 16:07 Uhr

Eröffnung in Burkheim

Mehr Platz im Korkenziehermuseum

Das gibt es in ganz Deutschland nur in Burkheim: ein Korkenziehermuseum. Jetzt wurde es erweitert. Damit sind in den Räumen bis zu 1000 verschiedene Exponate zu sehen. Darunter auch erotische und skurrile.

  1. Dieses Korkenzieher-Teufelchen ist nur hinter einem Guckloch zu sehen. Foto: Herbert Trogus

  2. Das Burkheimer Korkenziehermuseum wurde unter anderem um einen Kaiserstuhl-Shop erweitert. Foto: Herbert Trogus

  3. Korkenzieher können auch lustig aussehen. Foto: Herbert Trogus

  4. Besondere Ausstellungsstücke Foto: Herbert Trogus

  5. Besondere Ausstellungsstücke Foto: Herbert Trogus

  6. Besondere Ausstellungsstücke Foto: Herbert Trogus

 Das Korkenziehermuseum in der Burkheimer Mittelstadt hat jetzt mehr Platz. Nach einer Umbauzeit von über einem Jahr wurden jetzt die neuen Räume eröffnet, zu denen auch ein Kaiserstuhl-Shop zählt.

"Der Auslöser für die Erweiterung war der Besuch einer Gymnastikgruppe mit 45 Frauen und einem Mann. Für so viele Menschen war das Museum zu klein", sagte der Initiator und Leiter der Einrichtung, Bernhard Maurer, bei der Feier. Da ein Hochhaus in der Burkheimer Mittelstadt nicht genehmigt worden wäre, habe es nur die Möglichkeit gegeben, in die Tiefe zu gehen, erklärte Maurer den zahlreichen Ehrengästen.

Neu hinzugekommen sei nun eine Fläche von 30 Quadratmetern unter dem Innenhof. So verläuft jetzt der Museumsrundgang vom bisherigen Korkenziehermuseum, in dem rund 800 Korkenzieher zu bestaunen sind, eine Wendeltreppe hinunter in den neuen Raum, in dem Maurer jetzt noch einmal bis zu 200 Exponate zeigen kann. Neu ist auch der über 50 Quadratmeter große Kaiserstuhl-Shop, in dem die Besucher über 500 Gegenstände erwerben können, die mit Küche, Bar und Wein zu tun haben.

Werbung


Die Geschichte des Museums habe vor 5 Jahren angefangen, sagte Maurer weiter. Der Initiator des Projekts sei eigentlich Vogtsburgs Bürgermeister Gabriel Schweizer gewesen, der ihm den Vorschlag unterbreitete, seine Korkenzieher im neu restaurierten Burkheimer Rathaus auszustellen. Maurer entschloss sich jedoch nach reiflicher Überlegung, seine alte Scheune für diesen Zweck umzubauen und darin das erste Korkenziehermuseum Deutschlands einzurichten.

"Der Anfang war sehr schwierig, es kamen nur vereinzelt Gäste. Erst als die nationale und internationale Presse sowie das Fernsehen über das Museum berichteten, wurden die Besucher immer zahlreicher, alleine im Jahre 2006 waren es über 6000",  erzählte Maurer stolz. Er zeigte den Gästen der Eröffnung eine Zeitschrift aus Bulgarien mit einem Artikel über das Burkheimer Museum.

Rolf Helde, der das Bauprojekt leitete, gab einen kurzen Überblick über die Umbauarbeiten in dem über 350 Jahre alten historischen Gebäude, die  nach Vorgaben des Landesdenkmalamtes umgesetzt wurden. Der Eingangsbereich von der Mittelstadt her wurde neu gestaltet. Der Raum wurde mit einem rund 200 Jahre alten Terrakotta-Boden aus Spanien versehen, was ihm eine besondere Note gibt.

Nico Maurer, Sohn von Bernhard Maurer, sagte, ihm sei 2003 die Idee gekommen, einen Online-Shop zu eröffnen. Zusammen mit seinem Vater bietet er seither im Internet unter anderem Korkenzieher an. Nach anfänglichen Schwierigkeiten habe sich die Sache gut entwickelt, das Sortiment wurde inzwischen um einige Spezialitäten wie Marmelade und Honig erfolgreich erweitert.

"Dahinter steht eine Leidenschaft"

"Heute haben wir auf unserer Webseite 60 000 Besucher im Monat. Deshalb haben wir uns entschlossen, im Hause einen Kaiserstuhl-Shop einzurichten, in dem die Gäste des Museums die Waren, die online angeboten werden, direkt erwerben können", betonte Nico Maurer.

 "Korkenzieher zu sammeln ist sicher etwas Außergewöhnliches. Bei Ihnen steht eine Leidenschaft dahinter, die mit einem Museum verbunden wurde", sagte Bürgermeister Gabriel Schweizer, der der Familie Maurer zur gelungenen Erweiterung gratulierte. Burkheims Ortsvorsteher Herbert Senn schloss sich Schweizers Worten an und zeigte sich erfreut über das erfolgreiche Projekt, das er "eine weitere Perle in der Burkheimer Mittelstadt" nannte. Schweizer und Senn überreichten auch Geschenke.

Autor: Herbert Trogus