Große Freude am Musizieren

Gabriele Zahn

Von Gabriele Zahn

Sa, 05. März 2016

Waldkirch

Ein grandioses Konzert mit 140 Kindern der Schwarzenbergschule im Pfarrzentrum.

WALDKIRCH. Das Gebäude der Schwarzenbergschule und die Musikschule Waldkirch haben etwas zu feiern: Zusammen werden sie dieses Jahr 400 Jahre alt. Aus diesem Anlass gaben die musizierenden Schüler der Schwarzenbergschule, immerhin die Hälfte der Schüler, im Katholischen Pfarrgemeindesaal ein großes, beeindruckendes Konzert. Das Publikum war begeistert.

Dass die Schüler der Schwarzenbergschule musikalisch sind und begeistert Musik machen, vermittelte bereits der Chor der Schwarzenbergschule mit dem Lied "Singen macht Spaß" und "Wir sind Kinder einer Welt". Gegenüber der Musikschule Waldkirch mit ihren 275 Jahren, sei das Gebäude der Schwarzenbergschule noch relativ jung, sagte Schulleiter Rainer Urschel, trotz des immer noch stattlichen Alters von 125 Jahren der Schwarzenbergschule seien Schüler und Lehrer mit Begeisterung dabei.

140 Schüler, die im Rahmen der Kooperation mit der Musikschule Waldkirch an der Schwarzenbergschule Musikunterricht erhalten und ein Instrument lernen, standen zum ersten Mal auf den "Brettern der Welt". Insgesamt besuchen derzeit 292 Schüler die Schwarzenbergschule. Urschel freute sich, unter den vielen Besuchern im überfüllten Pfarrsaal Ehrenbürgerin Gisela Sick und die Landtagsabgeordnete Sabine Wölfle begrüßen zu dürfen. Die Kooperation zwischen der Schwarzenbergschule und der Musikschule habe die ehemalige Schulleiterin Anne Wernet ins Leben gerufen, erinnerte Musikschulleiter Stephan Goeritz. Er sei dankbar, dass die Schwarzenbergschule so viel Aufwand betreibe, damit die Kinder Musik machen dürfen.

Von den Instrumenten spielenden Schülern präsentierten sich als erstes die Gitarristen. Die Schüler der Klasse 3 traten mit ihrem selbst komponierten Werk "Glockenläuten" auf. Andere Gitarren-Ensembles der Klassen 2 bis 4 präsentierten "Frühling" von Antonio Vivaldi, Fughetta von Ferdinando Carulli und Nira von Michel Corrette. Beachtenswert war dabei vor allem das gute Zusammenspiel und der swingende Klang der Melodie. Ein Teil der Musiker spielt sein Instrument erst seit etwa einem halben Jahr. Es traten aber auch drei ehemalige Schwarzenbergschüler auf. Sie präsentierten mitreißend auf ihren Gitarren "Fun for 3" von Dieter Kreidler und vermittelten dabei das Gefühl, als ob jemand gut gelaunt eine Straße entlang tanzt.

Wenn eine Melodie im richtigen Rhythmus gespielt wird, ist es ein Genuss zuzuhören. Bei der Rhythmusgruppe der Klasse 1 war der Rhythmus jedoch nicht zu hören, sondern nur zu sehen, denn die fünf jungen Musiker jonglierten gekonnt mit bunten Tüchern und mit ihren Hüten.

Die zehn "Blockflötenspatzen" der Klasse 1 lieben Kinderlieder. Gekonnt präsentierten sie "Es ist ein Wolf" und "Kuckuck". "Hard Rock Blues" und das "Lummerlandlied" wurden von den Querflötistinnen der Klassen 3 und 4 vorgetragen. Souverän spielte die Oboistin eine "Sarabande" von Georg Friedrich Händel. Dabei stand sie alleine auf der Bühne, denn ihre Musikpartnerin spielte am Flügel vor dem Publikum versteckt vor der Bühne. Die Klarinetten der Klasse 3 und 4 präsentierten mitreißend einen Ländler und ein Quodlibet. Swingend kamen die beiden Werke "Aura Lee" und "Kumbaya" daher, die die Saxofonisten der Klassen 3 und 4 spielten, aber auch die Blechbläser der Klassen 3 und 4 hatten ihre Lieblingsstücke mitgebracht, unter anderem das "Lied des Torero" aus Carmen.

Zum Finale spielte die komplette Bläserklasse 3 "Old Mac Donald had a farm" und die Bläserklasse 4 einen swingenden "Bottom Bass Boogie". Krönender Abschluss war schließlich frei nach Wolfgang Amadeus Mozart "Die kleine Nachtmusik", bei dem alle 140 Musiker und Sänger der Schwarzenbergschule mitwirkten. "Zu musizieren und zu singen ... diese Freude vergisst man nie", gab hier der Chor singend seine Freude am Musizieren wieder. Wohlverdient erhielten die Schüler tosenden Applaus.