Damit gefährliche Keime gebändigt werden

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Fr, 25. September 2015

Waldkirch

Aktionen im Bruder-Klaus-Krankenhaus in Waldkirch zum 1. Internationalen Tag der Patientensicherheit.

WALDKIRCH. Patientensicherheit ist in der modernen Medizin eines der obersten Ziele in der Versorgung der Patienten geworden und wurde im Jahr 2013 aufgrund ihrer großen gesundheitswirtschaftlichen Bedeutung unter Beteiligung von Bund, Ländern und Akteuren der Selbstverwaltung zum "nationalen Gesundheitsziel". Ziel des vom Aktionsbündnis Patientensicherheit (APS) zum ersten Mal ausgerufen "Internationalen Tags der Patientensicherheit" war es, in der Öffentlichkeit zentrale Themen rund um Patientensicherheit zu sensibilisieren. Anlässlich des unter der Schirmherrschaft von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe stehenden Aktionstages wurden Patienten auch im Bruder-Klaus-Krankenhaus zu diesem wichtigen Thema informiert.

Mit dem in allen Häusern des RKK-Klinikums durchgeführten Aktionstag konnte erreicht werden, dass bei den Patientinnen und Patienten das Bewusstsein für die Wichtigkeit der Händehygiene gesteigert und die Eigeninitiative zur Händehygiene entsprechend gestärkt wurde, teilt das BKK in einer Presseinformation mit. Im Bruder-Klaus-Krankenhaus haben Hygienefachkräfte im Rahmen des Aktionstages Patientinnen und Patienten über die richtige Anwendung der Händedesinfektion aufgeklärt und darin unterwiesen. "Die Händedesinfektion bei den Patienten selbst ist ein noch häufig ungenutztes Potenzial, um Infektionsketten zu unterbrechen oder den Erregertransfer zu reduzieren", betont Heike Richthammer, Leiterin des Qualitätsmanagements im RKK-Klinikum und ergänzt: "Verglichen mit den Risiken einer Infektion lohnt sich der Aufwand."

Das Thema Patientensicherheit habe im RKK-Klinikum eine lange und gelebte Tradition. So erhalten auch die Patienten im Endoprothesenzentrum des Bruder-Klaus-Krankenhaus in der Indikationssprechstunde vom Arzt eine Waschlotion, ein Nasengel und einen Informationsflyer. Darüber hinaus werden die Patienten vom Arzt über die Wichtigkeit und den Hintergrund der Maßnahme informiert. Die Patienten sind angehalten, die Waschlotion und das Nasengel drei Tage vor dem Eingriff täglich zu verwenden. Damit könne das Risiko einer Wundinfektion um ein Vielfaches gesenkt sowie komplizierte und langwierige Nachbehandlungen gezielt vermieden werden. Zusammen mit vielen weiteren Maßnahmen auf unterschiedlichen Ebenen trägt die Aktion dazu bei, die Patientensicherheit signifikant zu erhöhen.

Weiterführende Informationen sind abrufbar unter http://www.rkk-klinikum.de